Erbsen-Mayonnaise
Dein neues, gesundes Comfort Food

Es gibt ja gute Gründe, warum wir Menschen auf bestimmte Comfort Foods abfahren. Ich sage nur Pizza, Pasta, Pommes, Burger, Mayo etc. – Du weißt, was ich meine. Alle haben eins gemeinsam: sie sind schön fettig, haben einen vollen Geschmack und einen guten Anteil Kohlenhydrate (außer die Mayo, aber die isst man ja mit Pommes ;–). Außerdem erinnern sie uns an unsere Kindheit, in der wir, zumindest zu speziellen Anlässen wie Geburtstagen oder im Urlaub, diese Gerichte gegessen haben und sie mit schönen Erlebnissen verbinden. Der Geschmack oder Geruch eines Lebensmitels kann uns innerhalb von Sekunden 10, 20 oder 30 Jahre in die Vergangenheit katapultieren. Dadurch ist Essen ein starker emotionaler Anker, der unser Befinden auf vielen Ebenen gleichzeitig beeinflusst. Es ist Emotion pur und das ist auch gut so. Gleichzeitig ist das der Grund, warum es vielen von uns so schwer fällt, neue Essgewohnheiten zu bilden. Denn wenn Du an einem Tag noch Pizza und Pasta gegessen hast und am nächsten nur noch grünen Salat mit ölfreiem Dressing auf den Tisch bringst, dann wird nur noch der Körper gefüttert, aber Seele und Gefühle gehen leer aus. Deshalb kehren die meisten nach einer Zeit der Entbehrung dann wieder zu ihren alten Gewohnheiten zurück. 

 

 

Mir hat es schon immer am meisten Spaß gemacht, neue Wohlfühlgerichte zu kreieren, die Körper und Seele gleichermaßen glücklich machen. Denn Erinnerungen mit leckeren und gesunden Rezepten zu schaffen, die dieses Mal auch gut zu unseren Zellen sind, ist für mich die beste Art Geschichte neu zu schreiben. 

 

 

Diese Woche hatte ich unglaublich große Lust auf Mayonnaise und überlegte hin und her, wie ich ihr eine gesündere Note verleihen könnte. Ich dachte an Avocado, an Cashews, aber keine Idee gefiel mir so richtig gut. Und dann kam es mir in den Sinn: Erbsen! Erbsen sind süß, haben einen feinen, nicht zu aufdringlichen Geschmack und sind für mich eins der fröhlichsten Gemüse überhaupt (ist es verrückt, Gemüse als fröhlich zu bezeichnen?). Erbsen machen einfach visuell und geschmacklich gute Laune, also sind sie für mich ein „Comfort Food“. Die perfekte Ausgangslage für eine vegane Mayonnaise. Die weiteren Zutaten sind die gleichen, die in jeder klassischen Mayonnaise enthalten sind (minus die Eier): Öl, Zitronensaft, Senf und Salz. So einfach, so lecker. Natürlich muss die Mayonnaise ganz cremig püriert werden. Und dann kannst Du sie zu allem möglichen kombinieren: zu Rohkost, zu meinen Pfannenbroten oder zu Deinem nächsten Ofengemüse. Vielleicht machst Du auch gleich eine doppelte Portion, denn die Mayonnaise hält sich gut verschlossen im Kühlschrank ein paar Tage lang. Viel Spaß damit und viele schöne neue Erinnerungen!

 

Und nun meine Frage an Dich: welches ist Dein liebstes Comfort Food? Und an was erinnert es Dich? Ich freue mich auf Deinen Kommentar unter diesem Beitrag!

 

 

 

Erbsen-Mayonnaise

 

Für 2 Personen*:

  • 150 g Tiefkühlerbsen
  • 5 EL mildes Olivenöl (alternativ: ein geschmacksneutrales Pflanzenöl, zum Beispiel Rapsöl)
  • abgeriebene Schale von 1/2 unbehandelten Zitrone
  • 1 EL frisch gepresster Zitronensaft
  • 1 TL Dijon-Senf
  • 1/3 TL Salz

 

* 2 besonders hungrige Personen könnten auch gleich die doppelte Menge zubereiten.

 

Die Erbsen in eine Schüssel füllen und mit heißem Wasser bedecken. 1 Minute warten, dann die Erbsen durch ein Sieb abgießen. 

 

Die Erbsen mit den übrigen Zutaten im Häcksler cremig pürieren. 

 

Wellcuisine-Tipp: wer möchte, kann die Mayonnaise mit Wasabi oder frischem Knoblauch abschmecken.

 

Zeitaufwand: 
ca. 5 Minuten

 

21. Februar 2020

8 Kommentare zu “Erbsen-Mayonnaise

  1. Manuela sagt:

    Liebe Stefanie,

    das war jetzt gerade echt verrückt. Ich hatte soeben am Schreibtisch zwischen meinen Schriftsätzen überlegt, welchen Deiner Kuchen ich für das WE backen könnte und exakt in dem Moment erreichte mich Dein neuer Beitrag per mail.

    Es gibt tatsächlich so einige Rezepte, mit denen nicht ganz so gesunde Gerichte von früher gesund werden. Ich denke da an einen bestimmten Gewürzkuchen aus der Schulzeit, den es beim Schulbäcker gab, den wir fast täglich aßen, den ich nun aus diversen grundlegenden Rezepten sogar besser nachbacke. Oder saftiger Zwetschgendatschi auf der Basis von Hefeteig mit Streuseln, Orangeneis, Schokoeis, Mohnschnitten, Ketchup, usw. Dies alles funktioniert auch auf gesund. Leider aber bin ich noch nicht in der Lage, ein Gebäck von früher gesund nachzubacken: Granatsplitter; da gab es in meiner Kindheit einen Bäcker im Ort, dessen Granatsplitter unfassbar gut (und natürlich auch auf unsgesunde Art fettig….) waren. Davon habe ich immer gerne mal einen am Nachmittag gegessen, als ich im Ort auf meine Mutter wartete, bis sie mich abholen kam. Nachdem meine Mutter dabei in der Regel immer sehr lange auf sich warten ließ, hatte ich damals genügend Wartezeiten zu versüßen. Wenn Du für diese ungesunden Granatsplitter mal eine Idee haben solltest, bin ich gerne Deine Testesserin.

    Viele liebe Grüße an Dich und Thomas und habt ein schönes Wochenende,

    Manuela

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Manuela,

      Vielen Dank für Deine Nachricht!

      Schön, dass Du so viele Gerichte aus Deiner Kindheit bereits in gesunder Version in Dein Leben integriert hast! Ich freue mich auch immer wieder darüber, wenn es dann sogar besser schmeckt als zuvor.

      Ich überlege gerade, ob ich schon mal Granatsplitter gegessen habe. Ist das so eine Mischung aus Karamell und Mandeln?

      Viele liebe Grüße und einen guten Start in die Woche!
      Stefanie

      • Manuela sagt:

        Liebe Stefanie,

        Granatsplitter sehen aus wie kleine Berge, die in Schokolade getaucht wurden. Der Boden ist. Den Boden bildet ein Keks aus Mürbteig mit ca.5 cm Durchmesser. Die Füllung ist die eigentliche Herausforderung – eine Mischung aus zerbröseltem Rührteig vermengt mit einer Schoko-Rum-Buttercreme. Die Höhe dürfte so ca. 5 – 8 cm sein. Abhängig von der Creme (Geschmack und Konsistenz) ist der Granatsplitter entweder überhaupt nicht gut oder der Wahnsinn. Kann es sein, dass es diesen Granatsplitter vorwiegend eher in Bayern gibt? In Bayern gibt es viele Bäckereien oder Konditoreien, die Granatsplitter haben.

        Viele liebe Grüße zurück,

        Manuela

  2. Nadja sagt:

    Danke Stefanie! Genial, noch ein Rezept für gesundes Apéro – ist ja kein Widerspruch in sich 😃 Mein absolutes Soul&Comfort Food ist Pasta, ist sogar zum running gag bei uns geworden. Unsre italienische Familie hat ein Kochbuch, da sucht man gemäß dem, was man im Kühlschrank u in der Speisekammer hat… u endet immer mit was super leckerem.
    GlG, Nadja

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Nadja,

      eine gute Pasta ist ja auch was herrliches! Bei uns ist mein Mann für die Pasta zuständig, denn die macht er einfach am besten.

      Liebe Grüße!
      Stefanie

  3. Barbara sagt:

    Liebe Stefanie, ist das ein tolles Rezept, das wir ratzfatz und ratzeputz mit Artischocken verputzt haben. Super cremig und super mayonaisig und einfach köstlich. Ich liebe Erbsen und es stimmt, sie sind und machen fröhlich! Im Wellcuisine Kochbuch ist ja dieser hammermäßig leckere Kartoffelsalat mit Bohnen, auf den freue ich mich jetzt schon, der hat auch so ein unglaubliches Erbsendressing. Und das Erbsenpesto….
    Hm, schwierige Frage, da gibt es so vieles. Im Moment stehe ich total auf vegane Varianten von schwäbischer – ich sag mal – Hausmannskost: Linsen mit Spätzle, Schupfnudeln mit Sauerkraut. Das weckt schlagartig Kindheitserinnerungen an die Küchen meine Großmütter. Dein geniales Tiramisu führt mich pronto zurück zu Enzo, bei dem ich mein erstes Tiramisu genossen habe…. Und dein warmer Schokopudding weckt Erinnerungen an nächtliches Puddingkochen, der gleich warm verspeist wurde…
    Ganz herzlichen Dank für dieses feine Rezept, das jetzt häufiger auf den Tisch kommt (nächstes Mal mit Wasabi, super Idee!) und das Zeug zum Comfort Food Klassiker hat, deine Barbara

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Barbara,

      wie schön, dass Dir die Erbsenmayonnaise gut schmeckt! Das sprichst Du was an, mit der Hausmannskost. Die letzten Tage gehen mir lauter Gerichte durch den Kopf, die meine (badische) Großmutter gekocht hat und die ich gerne à la Wellcuisine neu interpretieren würde. Da kommt also bestimmt was aus meiner Erinnerungsküche demnächst ;-). Und ja, Spätzle … herrlich.

      Liebe Grüße!
      Stefanie

  4. Katy sagt:

    Mmmmhhh…lecker. Ich habe schon als Kind grüne Erbsen geliebt und Zitronenfan bin ich ja sowieso.
    Irgendwie sind die einfachsten Dinge einfach die besten.
    Und das ist ja auch bei Hausmannskost so. Für mich gibt es immer so tröstliches Essen, wenn es mir nicht gut geht, zum Beispiel Karoffelbrei, einfach mit einer Gemüsepanne dazu. Kartoffeln sind überhaupt eine große Schwäche von mir, naja als Brandenburgerin…Ich bin praktisch mit Pellkartoffeln und Quark und Leinöl großgezogen worden.Deswegen freu ich mich immer, wenn es ein Rezept mit Kartoffeln gibt.

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