Ultracremige Blumenkohlsuppe
Ein leckeres Detox-Gericht

Immer wenn ich merke, dass ein bestimmtes Gericht ganz besonders häufig auf meinen Teller wandert, finde ich es an der Zeit, es hier auf den Blog zu stellen. Vielleicht kennst Du dieses Rezept schon, denn es stammt aus meinem Buch „Schön&Gesund“. In den letzten Wochen habe ich fast immer einen Topf davon im Kühlschrank, um dann Mittags oder Abends eine Portion zu erwärmen. In der Weihnachtszeit habe ich diese sahnige Blumenkohlsuppe oft in kleinen Suppentassen als Vorspeise serviert. Jetzt, im Januar, wo ich Lust auf Einfachheit und körperliche Entlastung habe nach all den Feiern und opulenten Essen, liebe ich sie als Hauptmahlzeit. Das Faszinierende an diesem Rezept ist, dass es mit einem Minimum an Zutaten auskommt und letztlich aus so einfachen Dingen wie Blumenkohl, Zwiebel und Wasser eine unglaublich feine, cremige, sahnige Suppe entstehen lässt. 

 

Seit einer Woche machen Thomas und ich ein kleines Detox-Programm zuhause und auch da passt die Blumenkohlsuppe perfekt. Denn Blumenkohl ist das Detox-Nahrungsmittel schlechthin. Mit einem Wasseranteil von 90 Prozent ist Blumenkohl sehr kalorienarm und durch seine Zellstruktur die am besten bekömmliche Kohlsorte. Er ist stark basenbildend und wirkt so der Übersäuerung des Körpers entgegen, die Grundlage vieler Krankheiten ist. Da Blumenkohl „low-carb“ ist, hält er den Blutzuckerspiegel niedrig und wirkt so entzündungshemmend. Seine antioxidative Wirkung verdankt der Blumenkohl einer ordentlichen Portion Vitamin C, die glücklicherweise selbst beim Kochen nicht verloren geht, sondern sich nur zersetzt und ins Kochwasser übergeht – welches wir in diesem Fall ja nicht wegschütten, sondern essen. 

 

 

Genauso wie Brokkoli enthält Blumenkohl einen besonders interessanten Stoff: Sulforaphan. Er gehört zur Familie der Senföle und haben sich bereits in der Prophylaxe und Behandlung von Krebs, arthritischen Erkrankungen sowie Asthma und Heuschnupfen als wirkungsvoll erwiesen. Sulforaphan ist ein starkes Antioxidans, das körpereigene Entgiftungsenzyme in der Leber dazu bringt, freie Radikale zu neutralisieren, so dass sie keine Zellschäden verursachen können. Sulforaphan wirkt hier nur indirekt und wird selbst nicht verbraucht, sondern ist im gesamten Körper bis zu vier bis fünf Tage lang aktiv. Allerdings ist Sulforaphan, bzw. das Enzym Myrosinase, das zu seiner Bildung beiträgt, nicht hitzestabil, deshalb ist es sinnvoll, ein paar rohe Blumenkohlröschen aufzubewahren und am Ende mit der gekochten Suppe zu pürieren oder aber etwas Rucola (der das selbe Enzym enthält) über die fertige Suppe zu streuen. 

 

Und nun: guten Appetit!

 

Und nun meine Frage an Dich: was isst Du gern am Anfang des Jahres? Hast Du auch Lust auf einfache, warme und gesunde Gerichte? Ich freue mich auf Deinen Kommentar unter diesem Beitrag!

 

 

 

Ultracremige Blumenkohlsuppe

 
 
Für 2–3 Personen:
 
Für die Suppe:
  • 1 Blumenkohl à ca. 1,3 kg 
  • 4 EL Olivenöl 
  • 1 Zwiebel, geschält und gehackt
  • 1,5 l heißes Wasser
  • 1,5 TL Salz
 
Zum Garnieren:
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 Frühlingszwiebeln inklusive Grün, in Ringe geschnitten
 
 
Blumenkohl putzen, die Röschen abschneiden und den harten Strunk entfernen.
 
 
Das Olivenöl in einem großen Topf bei mittlerer Temperatur erhitzen und die gehackte Zwiebel unter Rühren 5 Minuten anschwitzen. Die Blumenkohlröschen dazugeben, ca. 500 ml des Wassers und das Salz hinzufügen und das Ganze bei geschlossenem Deckel 15 Minuten simmern lassen. Dann das restliche Wasser hinzufügen und bei geschlossenem Deckel weitere 20 Minuten leicht köcheln lassen.
 
 
Die Suppe im Standmixer oder mit dem Pürierstab cremig pürieren. Zurück in den Topf geben und noch einmal erhitzen. Gegebenenfalls mit Salz abschmecken.
 
 
Für die Garnitur das Olivenöl in einer Pfanne leicht erhitzen und die Frühlingszwiebeln darin ca. 1 Minute anbraten.
 
 
Die Suppe in Schalen oder tiefe Teller füllen und mit den angebratenen Frühlingszwiebeln bestreut servieren.
 
 
 
Zeitaufwand: 
ca. 45 Minuten
10. Januar 2020

8 Kommentare zu “Ultracremige Blumenkohlsuppe

  1. Barbara sagt:

    liebe Stefanie,
    ich wünsche dir nur das Allerbeste fürs noch junge Jahr 2020. Ehrlich, einen klitzekleinen Moment war ich enttäuscht und dachte, mensch, kenn ich doch schon, hab ich gekocht, fand ich nicht toll. Dann hab ich mich erinnert, dass ich damals noch gar keinen guten Standmixer hatte und die Suppe nicht so cremig wurde, wie ich erhofft hatte. Und dass sie eigentlich doch ziemlich lecker war…. Jedenfalls freue ich mich riesig über das Rezept und wie es der Zufall so will habe ich doch tatsächlich einen frischen Blumenkohl im Kühlschrank. Und all die interessanten Food Pharmacy Infos: dass der unscheinbare Blumenkohl ein regelrechter Freie Radikale Magnet ist, ist für mich als Krebsüberlebende eine sehr wichtige Neuigkeit. Also ran an die Suppentöpfe!
    Ich habe tatsächlich jetzt ein großes Bedürfnis nach Suppen, ständig steht ein großer Topf Minestrone oder die Detox-Suppe auf dem Balkon (erweiterter Kühlschrank;) und wärmt und gibt gleichzeitig ein Gefühl von Leichtigkeit.
    Apropos Leichtigkeit: da die Buchverlage die Kommentarfunktion noch nicht befriedigend gelöst haben;) möchte ich an dieser Stelle ein riesengroßes Kompliment machen für das Tiramisu Rezept, Hammer! Ich wollte es nächstes Wochenende Freundinnen servieren und das muss ich natürlich testen. Sowas feines, ich habe allerdings weder Espresso noch Rum verwendet, sondern etwas Rohkakaoblock in 50ml Wasser aufgelöst und einen Tropfen Bittermandelöl in 3 El Wasser. Schmeckt wirklich richtig richtig gut! Ich wusste gar nicht, dass ich Tiramisu vermisst habe, aber jetzt, wo es wieder da ist, merke ich, was für ein tolles Dessert das war.
    Stefanie, tausend Dank und ganz liebe Grüße aus dem irritierend warmen Berlin, deine Barbara

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Barbara,

      vielen Dank für Deine guten Wünsche! Ich wünsche auch Dir ein glückliches und gesundes Jahr 2020!

      Da bin ich gespannt, ob Dir die Suppe dieses Mal besser schmeckt. Bei mir ist sie ein echter Evergreen. Manchmal bereite ich sie mit etwas mehr Wasser zu, dann hat sie die Konsistenz einer Spargelsuppe und schmeckt auch ein bisschen so.

      Vielen lieben Dank auch für Dein Feedback zur Tiramisu! Darüber freue ich mir sehr!

      Liebe Grüße nach Berlin!
      Stefanie

  2. Sabine sagt:

    Hallo Stefanie, das ist ein sehr schönes Rezept, das ich aus Deinem Buch schon nachgekocht habe.
    In rohen Kreuzblütlern ist kein Sulforaphen enthalten sondern Glucosinolat und das Enzym Myrosinase. Wenn diese beiden in Kontakt kommen, bildet sich Sulforaphan. Beim zerkauen von rohem Kohl passiert das. Da Myrosinase hitzelabil ist wird es beim erhitzen zerstört, sodass Sulforaphan nicht mehr gebildet werden kann. Man sollte daher nach dem kochen rohe Kreuzblütler, z.B. Rucola, Senfsaat oder rohen Kohl, zum Gericht geben. So kommen beide Stoffe wieder zusammen und haben die Möglichkeit Sulforaphan zu bilden. In Deinem Rezept könnte man einfach ein paar Röschen vom Blumenkohl aufheben und dann mit in den Mixer geben. Es braucht keine großen Mengen. Alternativ kann man nach dem zerschneiden des Kohls und dem erhitzen auch 30- 40 Minuten abwarten, dann kommt die enzymatische Reaktion auch in Gang.
    Dir ein schönes Wochenende und viele Grüße
    Sabine

  3. Nicole sagt:

    Da wir deine Selleriesuppe so gerne mögen, freue ich mich auch schon darauf die Blumenkohlsuppe zu probieren.
    Ich liebe Gerichte die so einfach in ihren Zutaten und in der Zubereitung sind und doch so köstlich.
    Danke für das Rezept.

    Und jetzt im Januar ist mir auch nach gesunden, einfachen Gerichten. Allerdings sind meine Kinder gerade nicht so für Gemüse zu haben. Ich hoffe das ändert sich bald wieder.

  4. Lena sagt:

    Danke für das tolle Rezept, liebe Stafanie! Das klingt mal wieder ‚einfach genial‘. Momentan liebe ich Brokkoli und Blumenkohl, daher wird gleich morgen diese leckere Suppe gekocht! Herzliche Grüße
    Lena

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