THAILÄNDISCHE SUPPE MIT ALGEN-„PASTA“
Warum Algen ein echtes Superfood sind

Ich bin fasziniert von Algen. Da ich in der Nähe des Meeres wohne, sehe (und rieche) ich Algen nicht nur häufig, ich esse sie auch gern. Japanischen Algensalat finde ich toll, und geröstete Nori-Blätter mit Sesam sind mein idealer Snack (siehe Rezept in meinem Buch „Wellcuisine“). Als ich kürzlich den Holländer Willem kennen lernte, der eine spezielle Algenart (Himanthalia Elongata) in getrockneter Form verkauft, die nicht nur aussieht wie Pasta, sondern auch so verwendet werden kann, war ich natürlich begeistert. Fakt ist, dass Algen so viele gute Nährstoffe enthalten, dass wir sie eigentlich öfter essen sollten. Sie sind eines der einzigen Lebensmittel, das natürliches Jod enthält, welches unsere Schildddrüse gesund hält. Eine unterversorgte Schilddrüse macht uns müde, schwächt unsere Muskeln und lässt unseren Cholesterinspiegel ansteigen. Außerdem fanden Wissenschaftler heraus, dass Algen die Sexualhormone Östrogen und Estradiol in der Balance halten und damit das Brustkrebsrisiko senken, PMS-Symptome mildern und die Fruchtbarkeit steigern.

 

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Jamie Oliver hat übrigens vor kurzem in einem Interview erzählt, dass er dank Algen 15 Kilo abgenommen hat. Wie kann das sein? Zuerst einmal enthalten Algen einen großen Anteil an Ballaststoffen. Diese machen satt, werden aber unverdaut ausgeschieden, stimulieren dabei die Darmtätigkeit und pflegen die guten Darmbakterien. Sie enthalten so gut wie keine Kalorien und hemmen laut wissenschaftlichen Studien die Bildung von Fettdepots. 

Tatsächlich haben Algen so viele außerordentliche Heilwirkungen, dass Wissenschaftler sogar schon davor warnen, zu viel davon zu essen, da der Körper (auch die Schilddrüse) überstimuliert werden kann. Ich glaube aber, dass wir davon noch weit entfernt sind und die meisten von uns mit ein paar mehr Algen auf dem Teller glücklich, gesund und gut leben können. Wichtig: auf die Herkunft und die schonende Verarbeitung der Algen achten!

Die Thaisuppe, um die es heute geht, stammt aus meinem Buch „Wellcuisine“. Dort habe ich sie mit spiralisierten Zucchini-Nudeln zubereitet. Heute esse ich sie mit Willems Algen-„Pasta“. Und jetzt pass auf, hier kommt mein Give Away für dich: Willem spendiert drei Pakete „I sea Pasta“ und du kannst gewinnen, indem du unter diesem Beitrag einen Kommentar hinterlässt, welche Gerichte du außer dieser Thaisuppe noch mit Algen-„Pasta“ zubereiten könntest. So einfach, so gut. Weitere Infos und Bezugsquellen findest du am Ende des Beitrags. 

 

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Für 2 Personen:

  • 1 TL Kokosöl
  • 1/2 EL Ingwerwurzel, gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
  • Zeste von 1 Bio-Zitrone
  • 600 ml Gemüsebrühe (nicht zu viel Trockenbrühe verwenden, da die Algen auch salzig schmecken. Lieber am Ende nachsalzen)
  • 400 ml Kokosmilch
  • 2 EL Zitronensaft
  • 50 g getrocknete braune Algen (ich habe „i sea Pasta“ verwendet, du kannst aber auch Wakame-Algen nutzen)
  • 200 g Tomaten
  • 120 g Karotten
  • 2 EL Koriandergrün
  • Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack

Für den großen Hunger passt dazu:

  • gegrillter Bio-Lachs, gewürfelt
  • Bio-Hühnchen, gegrillt und in Stücke geschnitten oder
  • scharf angebratener Räuchertofu, in Streifen geschnitten

 

In einer Pfanne 1 TL Kokosöl erhitzen und frisch gehackten Ingwer, Knoblauch, Frühlingszwiebeln und Zitronenzeste kurz darin anschwitzen. Mit Gemüsebrühe ablöschen. Kokosmilch und Zitronensaft hinzugeben und 5 Minuten köcheln lassen. Getrocknete Algen  hinzufügen und je nach Algenart weitere 10 bis 20 Minuten leicht köcheln lassen bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht haben.

In der Zwischenzeit das Gemüse zubereiten. Tomaten würfeln und Karotten in feine Stifte schneiden. Das Koriandergrün hacken.

Die Suppe nach Bedarf mit Salz und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer abschmecken. Tomatenwürfel und Karottenstifte 2 Minuten hinzufügen und sofort servieren. Optional mit gegrilltem Lachs, Hühnchen oder Räuchertofu anrichten. Jede Suppenportion mit gehacktem Koriander garnieren und servieren.

 

Zeitaufwand:
15 Minuten Zubereitung
20 Minuten Kochzeit

 

Die Verlosung ist leider schon abgeschlossen.

Die Algen-Pasta, die ich verwendet habe, kannst Du hier beziehen, oder hier. Für weitere Inspirationen dafür, was man mit Algen-Pasta alles machen kann, klicke hier.

 

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Bild „Algen unter Wasser“ von Stefan Kraan

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28. Oktober 2015

8 Kommentare zu “THAILÄNDISCHE SUPPE MIT ALGEN-„PASTA“

  1. Stephanie Reinicke sagt:

    Das klingt ja super lecker und Vorallem total spannend! Ich liebe Algen aber Algen Pasta ist total neu für mich das würde ich unglaublich gerne mal probieren !!

  2. Hanni sagt:

    Sieht superlecker aus! was gibt es besseres im Winter als ein köstliches wärmendes Süppchen!?

  3. Ling Ling sagt:

    Yum darling! That looks so wonderful & fresh. I love the color the noodles add to the dish. Very excited to try algen noodles! And your soup!
    I could imagine to create a seaweed noodle pasta in a coconut cream with roasted marinated soy shitake topped with fresh shiso leaf or thai basil…mmmm!
    Thankyou for the inspiration Dear Stefanie.
    xoxoxoLing

  4. Martin sagt:

    Das sieht fantastisch aus! Muss ich unbedingt zubereiten und probieren!

  5. Martin sagt:

    Ich kann mir vorstellen Algenpasta mit meiner speziellen Tomatensauce zu servieren, die mit Kapern, roten Zwiebeln, frischen und ein paar eingelegten Tomaten und extra viel Chili zubereitet ist.

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