Frühstücks-Chiapudding
Und warum Freundlichkeit so gesund für dich ist

„Es gibt drei Dinge, die im Leben wichtig sind: der erste ist, freundlich zu sein; der zweite ist, freundlich zu sein; und der dritte ist, freundlich zu sein.“ (Henry James, Schriftsteller)

 

Freundlichkeit. Ich schreibe nicht zum ersten und bestimmt auch nicht zum letzten Mal darüber. Freundlichkeit. Ein altmodischer Wert, als schwach bezeichnet, mit Füßen getreten und belächelt. Als nett abgeschrieben, als langweilig dargestellt, als unzeitgemäß.

 

Freundlichkeit. Ohne die das Leben keine Wärme hat. Ohne die es keine Gesundheit gibt, keine Liebe und kein Miteinander. Die immer der Anfang ist von allem, was gut, richtig und wichtig ist. Die, wenn wir Glück haben, auch unser Ende ist. Freundlichkeit. Zu der wir immer zurückkehren können, egal wie weit uns der Weg von ihr weggeführt hat. Sie ist der erste Sonnenstrahl, der unsere nachtblinden Augen trifft und unsere kühle Haut streichelt wie die Hand einer Mutter. Die Licht in die dunklen und verborgenen Stellen unserer selbst bringt. Freundlichkeit. Die Antwort auf alle Fragen. Der heilsamste Weg. Der Weg der Liebe. Der einzige. 

 

 

Je länger ich mich mit Gesundheit und Ernährung beschäftige, desto sicherer bin ich mir, dass Freundlichkeit der größte gemeinsame Nenner von allem ist. Freundliche Nahrung ist gut zu unserem Körper und hält ihn gesund. Eine freundliche Haltung lädt das Leben mit all seinen Geschenken ein. Ein freundliches Wort kann das Leben eines anderen für immer verändern. Ein freundlicher Gedanke bringt uns inneren Frieden. Eine freundliche Tat verbreitet Wohlbefinden. 

 

Für mich ist Freundlichkeit ein Wegweiser und innerer Kompass. Da ich weiß, dass sie die Basis einer guten Gesundheit ist, frage ich mich, wenn ich Gesundheitsartikel- oder -empfehlungen lese: ist das freundlich? Oft genug lautet die Antwort: nein, es macht Angst/ist negativ/sensationsgeil. Dann weiß ich, dass etwas daran falsch ist. Denn Gesundheit kommt nie in Form von Angst oder negativen Gefühlen daher.

 

 

Wenn du deine Gesundheit verbessern möchtest, dann achte zunächst darauf, wie freundlich deine täglichen Gedanken, Worte, Entscheidungen und Handlungen sind. Bevor du mehr Sport machst oder eine Diät beginnst, starte mit Freundlichkeit. Wie du das machst? Frag dich einfach mehrmals am Tag: was wäre die freundliche Antwort auf diese Situation? Was ist ein freundlicher Gedanke, den ich jetzt denken könnte? Was würde Freundlichkeit in diesem Moment tun? Sieh es wie ein Spiel – das Freundlichkeitsspiel – und schau, was passiert.

 

„Kein noch so kleiner Akt der Freundlichkeit ist je verschwendet.“ (Aesop, Dichter 620 bis 564 v. Chr.)

 

Diese Woche hat mich eine kleine Geste der Freundlichkeit an der Tankstelle erwischt. Ich bezahlte beim alten Tankwart, worauf dieser mir zu meinem Auto folgte, sich auf dem Weg einen Lappen schnappte, mich bat, einen Augenblick zu warten und daraufhin die Scheiben meines Autos putzte. Ich war so berührt von dieser kleinen Geste, dass ich für den Rest des Tages gutes Laune hatte. Das ist die Kraft der Freundlichkeit. 

 

 

Diese Woche habe ich ein freundliches Frühstücksrezept für dich, das du liebevoll am Vorabend zubereitest, so dass du dich beim Aufstehen schon darauf freuen kannst. Es ist nicht nur freundlich zu dir, weil es dir das luxuriöse Gefühl gibt, im Hotel zu sein anstatt zuhause, sondern ist auch freundlich zu deinem Körper und versorgt ihn in den ersten Stunden des Tages mit allem, was er braucht, um mit Energie durchzustarten. Ich habe sehr lange gebraucht, bis ich ein Chiapudding-Rezept entwickelt hatte, das Thomas und ich richtig mögen. Und dies ist es: ein Pudding, der mit Kokosmilch und Mandelmilch zubereitet wird und über Nacht quellen darf. Dazu, der Saison entsprechend, eine fix zubereitete Erdbeer-Chiamarmelade, deren süß-säuerlicher Geschmack perfekt zum cremigen Pudding passt. Freundlich wird der Pudding durch seinen hohen Proteingehalt, denn Chiasamen enthalten 20 Prozent mehr Aminosäuren als Getreideprodukte. Interessant ist vor allem ihre Aminosäure Triptophan, die unser Gute-Laune-Hormon Serotonin anhebt. Und mit guter Laune lässt es sich gleich viel besser freundlich sein. 

 

Und nun meine freundliche Frage an dich: was bedeutet dir Freundlichkeit? Und welche Tipps und Tricks hast du, um dein Leben freundlicher zu gestalten? Ich freue mich auf deinen Kommentar unter diesem Beitrag!

 

 

 

Frühstücks-Chiapudding

 
Für 2 Personen:
 
Für den Chiapudding:
  • 200 ml ungesüßte Mandelmilch
  • 200 ml Kokosmilch
  • 1 EL Ahornsirup, Grad A oder C
  • 50 g weiße Chiasamen
 
 
Für die Erdbeer-Chiamarmelade:
  • 200 g Erdbeeren, Strunk entfernt und gewürfelt
  • 1 EL Ahornsirup, Grad A oder C
  • 1 EL weiße Chiasamen
 

Mandelmilch, Kokosmilch und Ahornsirup in einer Schüssel mithilfe eines Schneebesens klümpchenfrei vermischen (alternativ: im Standmixer pürieren). Chiasamen hinzufügen und untermischen. In ein Glas mit Deckel füllen und mindestens 2 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank quellen lassen. Wer möchte, kann die Chiasamen auch bei Zimmertemperatur quellen lassen. Dann sollten sie allerdings am nächsten Tag direkt verzehrt werden. 

 

Die Erdbeeren mit Ahornsirup in einem kleinen Topf erhitzen. 3–5 Minuten leise köcheln lassen, bis eine marmeladenartige Konsistenz entsteht. Vom Herd nehmen und die Chiasamen unterrühren. In ein Glas mit Deckel füllen und mindestens 2 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank quellen lassen. 

 

In zwei kleinen Gläsern zuerst den Chiapudding einfüllen und mit der Erdbeermarmelade bedecken. Wer mag, fügt noch je 1 EL Naturjoghurt hinzu.

 

Zeitaufwand:
ca. 20 Minuten plus 2 Stunden Wartezeit 

 

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3. Mai 2019

16 Kommentare zu “Frühstücks-Chiapudding

  1. Uschi sagt:

    Liebe Stefanie,

    ich finde die „Freundlichkeit“ und die „Höflichkeit“ sollte das A und O im Zusammenleben von Menschen sein. Gerne zitiere ich immer Schoppenhauer: „Höflichkeit ist wie ein Luftkissen. Es mag wohl nichts drin sein, aber es mildert die Stöße des Lebens“
    Freundlichkeit funktioniert auch am Telefon, das habe ich während meiner Tätigkeit als Telefonistin in einem großen Automobilwerk täglich erlebt.
    Mein Tipp: Öfter mal die Mundwinkel nach oben, auch wenn manche Menschen irritiert sind….
    In diesem Sinne Schönes Wochenende und vielen Dank für das Rezept
    Liebe Grüße Uschi

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Uschi,

      vielen Dank für Deinen Kommentar! Ja, ein Lächeln im Alltag ist einfach was schönes und tut gut – egal ob man derjenige ist, der es jemandem schenkt oder derjenige, der es empfängt.

      Liebe Grüße und hab ein schönes Wochenende!
      Stefanie

  2. Sibylla Kersten sagt:

    Hallo liebe Stefanie,

    freundlich wäre es Deinem netten Hund auch ein Gläschen zuzubereiten. Das hat sich das tolle Modell doch verdient, oder.

    Sei freundlich und lieb gegrüßt von
    Sibylla. aus dem kalten Berlin

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Sibylla,

      keine Sorge, der nette Hund muss nicht hungern ;–) Der hatte davor schon frisch gekochtes Huhn mit Gemüse … und von meinen Rezeptkreationen kriegt er auch immer was ab. Aber der Hunger eines Hundes scheint unstillbar ;–)

      Viele liebe Grüße nach Berlin!
      Deine Stefanie

  3. Barbara sagt:

    Liebe Stefanie, so ein schöner Gedanke mit der Freundlichkeit, danke! Es ist tatsächlich eine schöne Grundhaltung, tatsächlich etwas altmodisch und auf würdige Weise galant. Ich bemühe mich meist um lobende Worte, zb in Läden und Cafés, in denen ich zufrieden bin. Meist freuen sich die Leute so sehr und ich finde einfach wichtig, engagierte Menschen zu ermuntern.
    Hmmmm, als hättest du es geahnt: gerade bin ich auf der Suche nach Frühstücksrezepten to go – und mir scheint, der Chia-Pudding eignet sich hervorragend.
    Herzlichste Grüße zurzeit aus dem zauberhaften Wien, deine Barbara

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Barbara,

      das ist eine schöne Angewohnheit, Menschen positives Feedback zu geben. Das tue ich in Restaurants oder Läden auch gerne und oft entwickeln sich dann sehr interessante Gespräche.

      Liebe Grüße nach Wien!
      Stefanie

  4. Sabine sagt:

    Liebe Stefanie, danke für Deinen wunderschönen Beitrag. Ja, es braucht viel mehr Freundlichkeit in der Welt. Gäbe es Krieg, soziale Ungerechtigkeit, Lug, Trug und Verbrechen in einer Welt, die freundlich wäre? Aber wie so oft, muss hier jeder bei sich selbst anfangen. Jeder kann seinen Beitrag dazu leisten, dass die Welt ein wenig besser wird.Für uns alle. Und vom wem könnten wir das besser lernen, als von einem Hund? Ich bin, wie Du, Frauchen eines Parson-Terriers. Er ist von Grund auf freundlich. Wann immer wir uns im Haus über den Weg laufen – also geschätzt mehrere tausend Mal am Tag – freut er sich, mich zu sehen. Dann strahlen seine Augen, er lacht förmlich und wackelt mir entgegen. Seine Freundlichkeit und Freude sind vollkommen. Total. Und was macht das mit mir? Ich freu mich auch. Seine Freundlichkeit und Freude lassen mein Herz hüpfen. Und in dem Moment, in dem das passiert, gibt es nichts Wichtigeres. Und mit diesem Gefühl raus zu gehen, und auf andere Menschen zuzugehen, das macht was. Das steckt an… 🙂

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Sabine,

      wie schön, was Du schreibst. Ja, was wären wir ohne unsere Hunde? Meine macht mir auch jeden Tag gute Laune, ich kann einfach nicht aufhören, mich über sie zu amüsieren. Diese Terriers sind aber auch besonders ausdrucksstark, oder? ;–) Da kann man nur dankbar sein, wenn man so ein lustiges, freundliches und eigenwilliges Wesen in seinem Leben hat.

      Viele liebe Grüße!
      Stefanie

  5. Liebe Stefanie,
    da steh ich drauf! Auf Freundlichkeit.
    Versuche das auch meinen Teenies zu vermitteln.Danke für schönen Post. Rezept wird morgen nachgekocht,
    alles Liebe dir,
    claudia

  6. Monika sagt:

    Liebe Stefanie,
    mein Motto ist: behandle die Menschen so, wie du selbst behandelt werden möchtest. Und das ist Freundlichkeit. Oder ganz frei nach einem bekannten Dichter:
    Sei freundlich zu jedermann. Dann sieht dich jeder – ob Freund, ob Feind -ganz freundlich an!
    Liebe Grüße
    Monika

  7. Verena sagt:

    Liebe Stefanie, ich bin ein freundlicher und meist auch ein positiver Mensch. Im Arbeitsleben erlebe ich es oft das ich den Kunden beim begrüßen anlächle und dies kommt dann sofort zurück. Manche sind auch so überrascht… da durch die Schnellebigkeit oft der freundliche Umgang vergessen geht. Die Freundlichkeit an mich muss ich noch ausbauen ;o). Aber dein Rezept hört sich wieder so lecker an, da fang ich gleich damit an! Liebe Grüße Verena

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Verena,

      schön, was Du schreibst! Ein unerwartetes Lächeln ist auf jeden Fall eine angenehme Überraschung. Ich weiß noch, als wir nach Los Angeles gezogen sind, wo es normal ist, dass einen Fremde auf der Straße anlächeln, ich die ersten Tage immer irritiert war und im nächsten Spiegel nachgesehen habe, ob ich irgendwas im Gesicht habe ;–)

      Liebe Grüße!
      Stefanie

  8. Heike sagt:

    Liebe Stefanie,
    ganz herzlichen Dank für all deine wundervollen Beiträge, Rezepte und Bücher!
    Ich liebe deine Texte und dieser über die Freundlichkeit, berührt mich ganz besonders. Ja, jede noch so kleine freundliche Geste kann Wunder und Freude bewirken – auf beiden Seiten, beim „Sender“ und beim „Empfänger“, bei jungen und älteren Menschen und deshalb sollte sie nie altmodisch werden.
    UNd ja, Hunde sind je eh die pure Freundlichkeit, bei mir wohnt ein Kater, er ist auch sehr freundlich, erwartet dies aber noch vieeeel mehr von mir 🙂 und jede unserer Begegnungen ist ist mir eine Freude.
    Übrigens, als ich „Schön & Gesund“ im Buchladen das 1. Mal aufschlug – direkt Seite 70 – war die Kaufentscheidung sofort gefallen – für mich steht es sehr für Freundlichkeit und Liebe.
    Von allem das Beste für Dich, Thomas und Lilly!
    Herzliche Grüße ~ Heike*

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Heike,

      vielen Dank für Deine lieben Worte! Darüber freue ich mich sehr! Das ist schön, dass Du Dich damals von dem Bild von Lilly und mir in „Schön&Gesund“ direkt angesprochen gefühlt hast. Ja, von Tieren können wir so unglaublich viel lernen. Von Hunden die Freundlichkeit, von Katzen Eigenständigkeit und gutes Benehmen ;–), von Pferden Stärke und Würde … Ich habe mal eine Doku gesehen über schwer erziehbare Jugendliche, die mit Tieren arbeiten mussten, die schlechtes Benehmen nicht tolerieren, unter anderem Schwäne. Das war so wunderbar zu sehen, wie wirkungsvoll der Einfluss der Tiere dabei war. Sie haben nonverbal geschafft, wofür Menschen sich den Mund fusslig reden (und nichts erreichen).

      Viele liebe Grüße an Dich!
      Stefanie

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