Zwetschgentarte
Vegan und glutenfrei

Die meisten von uns sind ganz schön stolz darauf, mehrere Dinge gleichzeitig tun zu können. Beim Auto fahren Kaffee trinken, Radio hören und WhatsApp schreiben? Kein Problem. Gleichzeitig telefonieren, Mails checken und Abendessen kochen? Klar! Aber wenn es darum geht, nur eine Sache zu tun, dann wirds schwierig. Kürzlich waren wir mit Freunden und deren 9-jähriger Tochter im Restaurant. Der Vater nahm seiner Tochter das Handy weg, woraufhin sie nach 1 Minute meinte: „Mir ist so laaangweilig!“ Ich daraufhin: „Genieß es! Ist super für Deine Kreativität, wenn Dir langweilig ist“. Sie (Augen verdrehend): „Haha“. Ich: „Doch! Im Ernst!“ Dann mussten wir beide lachen. 30 Sekunden später waren wir ganz und gar in ein – von ihr erfundenes – Spiel vertieft, bei dem man sich wirklich konzentrieren musste, sonst hatte man verloren. Ideen sind der Lohn für diejenigen, die keine Angst vor Langeweile haben. Tatsächlich ist es aber für die meisten von uns die größte Herausforderung, nur eine Sache auf einmal zu tun oder auch mal eine Pause entstehen zu lassen. Kein Wunder haben alle Angst vorm Meditieren oder glauben, es nicht zu können. Wir sind es einfach nicht gewohnt, still zu sein, in uns selber zu ruhen oder vermeintlich unproduktiv zu sein. Wir haben keine Zeit zum Meditieren, keine Zeit zum Nichtstun, keine Zeit zum Kochen, keine Zeit zum Zuhören. Und dann wundern wir uns, dass uns ständig alles über den Kopf wächst und unsere Nerven bis zum Äußersten angespannt sind.

 

 

Auf unseren Retreats unterrichte ich sehr gern Meditation, weil es kaum etwas anderes gibt, was die Leute so zum Strahlen bringt. Aber meditieren kann man nicht nur auf der Yogamatte, sondern auch sehr gut in der Küche. Wenn wir uns die Zeit nehmen, um wirklich präsent zu sein beim Kochen oder Backen, dann ist das wie eine gute Meditation: unsere Gedanken fließen an uns vorbei, wir sind ganz im Moment, wir spüren die Zutaten in unseren Händen, nehmen die Düfte der Gewürze wahr, schmecken ab und denken darüber nach, wie wir das Gericht verbessern können – wir sind Teil eines kreativen Prozesses, wir sind im „Flow“. Kochen und backen sind Meditation in Bewegung. Backen vielleicht sogar noch mehr als Kochen. Denn Backen ist „unnötig“. Wer muss schon unbedingt backen? Man könnte ebenso gut ein Stück Kuchen aus der nächsten Bäckerei holen und hätte ein ähnliches Ergebnis. Und trotzdem backen wir. Weil wir Freude daran haben. Weil wir wissen wollen, welche Zutaten in unserem Kuchen stecken. Und weil wir das Gefühl lieben, etwas erschaffen zu haben. 

 

Ich verneige mich vor jedem, der Kuchen backt. Denn Kuchen backen ist auf eine schöne Art altmodisch. Es ist eine Verweigerung an das „immer schneller, immer mehr“ unserer Zeit. Es ist unnötig und deshalb der wahre Luxus. Es ist ein Geschenk ans Leben und an die, die es mit uns teilen. 

 

 

Zwetschgentarte ist einer meiner allerliebsten Kuchen. Kein anderes Gebäck steht so sehr für den Frühherbst und für die goldenen Tage des Septembers, wenn die Luft schon frisch ist und die Sonne noch ein bisschen gelber als sonst. Ich habe lebhafte Erinnerungen an den Zwetschgenkuchen meiner Kindheit, den es verlässlich jedes Jahr im Herbst gab. Zuvor sah ich meinen Großvater im Garten stehen und kiloweise Zwetschgen pflücken, die er in einem großen Weidenkorb ins Haus brachte. Der klassische Zwetschgenkuchen meiner Familie war diesem Rezept recht ähnlich. Natürlich wurde er in einer Springform gemacht, worauf ich hier verzichtet habe. Er bestand aus einem Mürbteig, im Original aus Weizenmehl und hier aus Buchweizenmehl, so dass er auch von Allergikern vertragen wird. Dann wurde er dick mit Zwetschgen belegt und es gab einen Guss oder ein paar Streusel darüber – und das wars. Ein schlichter, schöner Kuchen, dessen Geschmack ganz auf das tiefe Aroma geschmorter Zwetschgen vertraut. So einfach, so gut.

 

Und jetzt meine Frage an Dich: bei welcher Tätigkeit kannst Du am besten entspannen? Was ist für Dich „Meditation in Aktion“ und wann bist Du ganz im „Flow“? Lass es mich wissen und hinterlasse unten einen Kommentar!

 

Zwetschgentarte

 

Für den Mürbteig:

  • 1 EL gemahlene Chiasamen*
  • 3 EL Wasser
  • 160 g Buchweizenmehl
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 1/2 TL Salz
  • 100 g Kokosöl, Zimmertemperatur
  • 2 EL Ahornsirup, Grad A oder C

 

*die Chiasamen im Hexler oder in der Kaffeemühle mahlen.

 

Für den Belag: 

  • 800 g Zwetschgen
  • 2 EL Ahornsirup
  • 3 EL Marmelade oder Fruchtmus (zum Beispiel Pflaumenmus oder Aprikosenmarmelade)

 

Für die Streusel: 

  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Ahornsirup, Grad A oder C
  • 40 g Kokosöl, Zimmertemperatur

 

 

Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

 

Gemahlene Chiasamen mit 3 EL kaltem Wasser vermischen und 5 Minuten quellen lassen. Dann mit den anderen Zutaten für den Mürbteig mit den Knethaken der Küchenmaschine oder zuerst mit einem Löffel und dann mit den Händen glatt vermischen. Den Teig 5 Minuten ruhen lassen.

 

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig zur Kugel formen, auf das Backpapier setzen und entweder mit den Händen möglichst flach drücken ODER den Teig mit einem zweiten Backpapier abdecken und mit dem Wellholz auswellen. In eine ovale Form bringen und mit den Händen einen kleinen Rand formen. Den Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen. Auf mittlerer Schiene 5 Minuten backen. 

 

Die Zwetschgen waschen, vertikal einschneiden, entkernen und oben rechts und links jeweils einmal einschneiden. In einer Schüssel mit Ahornsirup vermischen. 

 

Den vorgebackenen Teig gleichmäßig mit Marmelade bestreichen und dicht an dicht mit Zwetschgen belegen. Die Innenseite der Zwetschgen sollte dabei nach oben schauen.

 

Alle Zutaten für die Streusel vermischen und mit den Händen auf der Kuchenoberfläche verteilen. Die Tarte ca. 25–30 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Zwischendurch kontrollieren, dass der Boden nicht zu dunkel wird. Die Tarte aus dem Ofen nehmen und vor dem Servieren abkühlen lassen. 

 

Zeitaufwand:

ca. 50 Minuten

 
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12. September 2018

36 Kommentare zu “Zwetschgentarte

  1. Stef sagt:

    Oh, super, Stefanie, das Rezept kommt mir gerade recht! Wird sofort am Wochenende ausprobiert.

    Pflaumenkuchen kenne ich eher mit Hefeteig, aber der ist mir glutenfrei bislang noch nicht gut gelungen (wobei, wenn Du dazu mal eine Idee hast …?). Freue mich daher auf Deine Mürbeteig-Rezept! Dankeschön!

    • Stefanie Reeb sagt:

      Ja, glutenfreier Hefeteig ist wirklich recht anspruchsvoll. Ein glutenfreier Hefekuchen kommt auf jeden Fall mal auf meine Liste für neue Rezeptideen 😉

      Liebe Grüße
      Stefanie

  2. Annet Trinkaus sagt:

    Hallo Stefanie,

    ich habe im Garten einen Zwetschgenbaum, der dieses Jahr ganz viele Früchte trägt und da werde ich doch neben Chutney auch noch so eine leckere Tarte backen. Das Rezept liest sich schon so lecker, dass einem der Zahn tropft. Ich freue mich auf’s Wochenende und bin gespannt wie es schmeckt.
    Deine Gemüsepaella steht auch schon auf dem Plan für Sonntag. 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Annet

  3. Jenny sagt:

    Liebe Stefanie,

    Danke für Deinen Beitrag über Meditation! Du sprichst mir aus der Seele!
    „Mit Liebe Gekocht“ – ist nicht nur ein Spruch! Liebevolle Gedanken während des kochens sind wie ein zusätzliches Gewürz.

    Beim kochen von Gemüse und Früchten bewundere und geniesse ich die Vielfalt der Farben und Möglichkeiten. Dabei wandern meine Gedanken immer wieder voller Dankbarkeit zu den Menschen, welche dafür gearbeitet haben, dass ich jetzt mit diesen Zutaten ein feines Gericht auf den Tisch bringen kann.

    Ich danke Dir für die tollen Rezepte. Man spürt Deine respektvolle und liebevolle Art, mit der Du Lebensmittel behandelst.

    Ich wünsche Dir von Herzen Gute und sende Dir
    ganz liebe Grüsse!
    Jenny

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Jenny,

      schön, was Du schreibst! Ich finde auch, dass eine Mahlzeit, die mit Liebe gekocht wurde, gleich 1000mal besser schmeckt.

      Einen lieben Gruß!
      Stefanie

  4. Jenny sagt:

    Sorry Ich meinte natürlich „Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute“

  5. Claudia sagt:

    Liebe Stephanie,
    für mich ist es eine Mini-Meditation und es zaubert mir sofort ein Lächeln ins Gesicht, wenn ich Deine Texte lese. Eine Mini-Auszeit mit Mallorca-Sonne, Zitronenduft und weitem Blick. Ich schmecke dann schon Dein Rezept…. überlege kurz, ob ich noch was Einkaufen muss und freue mich auf die zweite Mini-Pause (das Backen) und die dritte Pause (das Genießen – dabei strahlen wir uns meistens in der Familien-Runde an und loben wieder Dein Rezept 🙂 – Tja, was soll ich sagen, die einfachste Mini-Meditation bist Du 😉 Liebe Grüße, bis bald. Claudia

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Claudia,

      Das ist ja das schönste Kompliment überhaupt! Danke!!

      Ich freue mich schon darauf, dass wir auf unserem Retreat bald wieder gemeinsam kochen, Yoga machen und meditieren!

      Alles Liebe
      Stefanie

  6. Iris Mayr sagt:

    Juhuuuuu, wird gleich nachgebacken, hört sich so lecker an.

    Danke für Deine Inspiration 🙂

    Liebe Grüße

    Iris

  7. Julia sagt:

    Liebe Stefanie, der Kuchen klingt toll und wird Samstag ausprobiert. Sind die Chiasamen der Ei-Ersatz? Also kann ich stattdessen ein Ei nehmen?
    Der Hinweis, das Kochen oder Backen als Meditation zu nutzen, ist sehr hilfreich. Ich erwische mich immer wieder dabei, dass ich beim Kochen hektisch bin und es schnell hinter mich bringen möchte. Dann versuche ich auch immer, den Augenblick zur Entspannung zu nutzen. Das fällt mir allerdings schwer.
    Vielleicht kannst du ja bei Gelegenheit mal ein paar Tipps zur Meditation geben.
    Viele Grüße, Julia

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Julia,

      Ja, Du kannst statt der Chiasamen und des Wassers auch ein Ei verwenden.

      Wenn ich gerade hektisch bin, mich aber gern entspannen und ganz im Augenblick ankommen möchte, hilft es mir, mich auf meinen Atem zu konzentrieren und bewusst tief in den Bauch zu atmen. Wenn ich vorhabe, zu kochen oder zu backen, aber nicht soo viel Zeit habe an dem Tag, dann schaue ich auf die Uhr und nehme mir vor, mir jetzt genau 45 Minuten (oder 30 oder 60) Zeit zu nehmen in der Küche. Dann renne ich nicht mehr der Zeit hinterher und kann mich innerhalb meines Zeitplans entspannen. Was zusätzlich hilft: alle Zutaten gleich zu Anfang bereit stellen, damit man nicht ständig durch die Gegend rennen muss während des Backens.

      Liebe Grüße!
      Stefanie

  8. Barbara sagt:

    Liebe Stefanie,
    Zwetschgen muss ich zwar kaufen, aber stehen schon auf der Liste und so wird die Zwetschgentarte in den nächsten Tagen gebacken. Toll, glutenfrei…. Hier gabs nämlich nach eindeutig zuviel Baguette aus wellcuisine (ist unwiderstehlich lecker) die Erkenntnis, dass zuviel Hefe und zuviel Gluten gar nicht gut ist. Ab und zu ok…
    In meditativen Flow komme ich tatsächlich auch am Besten beim Backen, aber auch beim Basteln. Beides hat die Gabe, mich wirklich in einen meditativen Flow zu bringen. Vielleicht sogar mehr als Meditation (besonders, wenn ich eigentlich gestresst bin und mich Sitzmeditation dann echt fordert…). Spazierengehen (und auch Gehmeditation) bringt mich da auch hin, wenn ichs vom Energielevel schaffe…
    Und, Multitasking geht gar nicht, ungelogen. Ich habe mir, als ich noch arbeitete, eingebildet, das ginge… Einer der hartnäckigen Selbstbetrüge unserer Zeit…
    Herzlichst, deine Barbara

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Barbara,

      Das geht mir genauso wie Dir: beim Laufen entspanne ich mich auch oft am besten. Da bin ich meiner Hündin oft genug dankbar, dass sie mich zu täglichen Spsziergängen durch die Natur zwingt.

      Liebe Grüße!
      Stefanie

      • Barbara sagt:

        DIe Zwetschgentarte schmeckt hervorragend (hab sie allerdings in meiner Mutters alter Tarte-Form gebacken), hat wirklich das Zeug, meinem Favoriten Zwetschgen-Rosmarin-Kuchen die Stirn zu bieten und funktioniert hervorragend als Nachspeise zur Paella. Und jetzt auf zu einem Spaziergang;)

  9. Anna sagt:

    Soooo ein schöner Text! Danke Dir, liebe Stefanie! 🙂
    Und das Rezept liest sich schon mal himmlisch.

    Ein schönstes Wochenende schon mal und herzliche Grüße –
    Anna

  10. Sarah sagt:

    Hallo Stefanie,
    oh welch ein Glück,ich liebe Pflaumenkuchen im Allgemeinen und im Speziellen,wenn er noch schön ofenwarm ist…köstlich!Dein Rezept werde ich direkt am Wochenende ausprobieren.Zu deiner Frage:Wirklich entspannen oder „im flow“ sein kann ich,wenn ich Yoga praktiziere.Das ist für mich DER Weg,um in Kontakt mit sich selbst zu treten.Ich hoffe übrigens sehr,dass ich endlich nächstes Jahr bei einem Retreat von dir dabei sein kann!
    Liebe Grüße,Sarah

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Sarah,

      Wie schön, ich hoffe, dass Dir die Tarte gut schmeckt!

      Ja, Yoga finde ich auch großartig zum Entspannen. Ich fühle mich nach der Stunde immer wie ein neuer Mensch.

      Das wäre so schön, wenn Du nächstes Jahr bei unserem Retreat dabei sein könntest!

      Einen lieben Gruß
      Stefanie

  11. Selma Reinhold sagt:

    Bewegte Meditation? Kochen definitiv, malen, surfen. 🙂 So ein schöner Artikel!

    • Stefanie Reeb sagt:

      Danke, liebe Selma! Ohh ja, Surfen ist bestimmt perfekt zum Abschalten! Wasser hat sowieso eine unheimlich belebende und und gleichzeitig beruhigende Wirkung, oder?

      Sende Dir liebe Grüße!
      Stefanie

  12. Annette Brösch sagt:

    Liebe Stefanie,
    meine Meditation war die Beobachtung am eigenen Insektenhotel, das mein Mann und ich gebaut haben!
    Es ist mein Projekt gewesen, da ich zum Natur Erlebnis Begleiter ausgebildet wurde! An der Mosel.
    Ich koche sehr gerne und probiere einige von deinen Rezepten aus!
    Deine Kommentare lese ich sehr gerne, sie inspirieren einen sehr und regen zum Nachdenken an!
    Ich wünsche dir und deinen Mann alles Gute!

    Bis bald! Grüße von der Mosel

    Annette

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Annette,

      das klingt spannend, Euer Insektenhotel! Kann ich mir vorstellen, dass das eine sehr entspannende Wirkung hat. Generell finde ich den Umgang mit Tieren und die Natur sehr beruhigend und entschleunigend.

      Vielen Dank für Deine liebe Rückmeldung zu meinen Rezepten und Beiträgen! Darüber freue ich mich sehr.

      Liebe Grüße
      Stefanie

  13. Kristina sagt:

    Merci für deinen schönen Text, Stefanie! Wie es der Zufall will, habe kürzlich beinahe das gleiche aufgeschrieben. ‚Papierfalten ist Meditation in Bewegung und es macht sehr glücklich. Zudem ist es ein ganz wunderbares Gefühl etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen.‘ Herzliche Grüße von Kristina 🙂

  14. Astrid sagt:

    Liebe Stefanie,

    ein toller Text, der mich richtig berührt hat.

    Ich meditiere regelmäßig und gerne-aber tatsächlich verfalle ich beim alltäglichen Tun in eine hektische Geschäftigkeit und will alle möglichen Dinge gleichzeitig machen, auch beim Kochen und Backen. Und dann wundere ich mich, dass meine Nerven wirklich angespannt sind.

    Deinen Text nehme ich als Ansporn-weniger zu tun und dafür bewusst.

    Herzliche Grüße
    Astrid

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Astrid,

      ach schön, das freut mich sehr, dass Du Dich von meinen Gedanken angesprochen gefühlt hast! Ja, ich denke, das geht uns allen gleich, dass wir uns immer mal wieder daran erinnern müssen, die Dinge mit Ruhe und Aufmerksamkeit zu erledigen, anstatt in Hektik zu verfallen und nur noch zu reagieren anstatt bewusst zu handeln.

      Liebe Grüße!
      Stefanie

  15. Sarah sagt:

    Auch als Pfirsich-Variante schmeckt es seeeehr lecker! 🙂

  16. Manuela sagt:

    Liebe Stefanie,

    zunächst einmal: Dein Rezept für die Zwetschgentarte habe ich gleich gestern ausprobiert, da mein Mann und ich Zwetschgen in allen Variationen lieben. Die Zwetschgentarte schmeckt wirklich sehr, sehr lecker.

    Ja- und dann das Multitasking. Da beobachte ich seit längerer Zeit, dass zunehmend versucht wird, immer mehr in immer kürzerer Zeit gleichzeitig zu erledigen. Oft wird dies von vielen auch erwartet. Man soll – bezogen auf meine Arbeit – z.B. gleichzeitig telefonieren, e-mails abrufen, auf e-mails natürlich auch sofort antworten, Schreiben verfassen, Besprechungen abhalten, Gerichtstermine wahrnehmen usw. Ähnliche Erfahrungen machen sicherlich viele in verschiedensten Varianten. Dieses Zeitgeistphänomen, möglichst alles gleichzeitig zu erledigen, ist aber weder produktiv noch gesund. Die unsinnigsten Fehler würden vermieden werden, wenn man sich einfach nur auf das konzentriert, was man gerade macht. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass auch die Zunahme von diversen Krankheiten darauf zurückzuführen ist, dass dieses Multitasking zwischenzeitlich als selbstverständlich erwartet wird. Obwohl mein Beruf schon stressig ist, versuche ich immer, mich auf das zu konzentrieren, was ich gerade mache. Und es funktioniert tatsächlich.

    Eine Art Meditation sind für mich meine täglichen Auszeiten in Form von Bewegung und tatsächlich auch das Backen. Backen veträgt sich mit Hektik und Stress absolut nicht. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass ich in der Regel nur an den Wochenenden backe. Die für mich wichtigste Auszeit ist jedoch das Schwimmen. Da ich immer mindestens eine Stunde lang kraule und dabei auch die meiste Zeit unter Wasser verbringe, habe ich dadurch ausreichend Zeit dafür, meine Gedanken zu sortieren und zu entschleunigen. Ganz besonders schön ist, dass es bei uns hier im Sommer möglich ist, bereits um 7.00 Uhr ins Freibad zum Schwimmen zu gehen. Danach ist man für den Rest des Tages körperlich und mental tiefenentspannt. Es kann einen – fast – nichts mehr ärgern.

    Liebe Grüße an Dich, Stefanie, und an Deinen Mann. Habt einen guten Start in die neue Woche,

    Manuela

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Manuela,

      toll, dass Euch die Tarte auch so gut geschmeckt hat! Was Du schreibst, nehme ich auch so wahr: es wird von vielen als immer selbstverständlicher wahrgenommen, immer mehrere Dinge auf einmal zu tun. Dabei geht es meiner Meinung meist schneller, wenn man eins nach dem anderen und mit voller Aufmerksamkeit erledigt.

      Schön, was Du übers Schwimmen schreibst. Ich glaube auch sehr daran, dass der volle Körperkontakt mit Wasser und die Bewegung uns einfach gut tut und uns wieder stärker in unserem Körper verankert. Und wenn wir gut in unserem Körper stehen, dann lassen wir uns auch. nicht so schnell stressen.

      Einen lieben Gruß an Dich und Dir auch einen guten Start in die neue Woche!
      Stefanie

  17. Prisca sagt:

    Hallo Stefanie,
    ich greife deinen Gedanken des meditativen Backens auf. Soeben habe ich aus einer Matschbanane, die ich nicht wegwerfen wollte, glutenfreie Muffins kreiert. Es stimmt, man ist dabei wirklich voll und ganz bei der Sache, ganz im Hier und Jetzt. Eine sehr gute Achtsamkeitsübung und zur Belohnung gibt`s auch noch was Leckeres :-). Die Muffins sind übrigens super geworden.
    Deine Tarte klingt oberlecker, ich werde sie als Nächstes backen. Freu mich schon drauf!!

  18. Isa sagt:

    Liebe Stefanie, danke erst einmal für all deine super leckeren Rezepte, ich hab schon fast alle ausprobiert und meine Familie und ich haben wirklich alle für sehr lecker befunden!
    Kann ich statt Buchweizenmehl auch Dinkelmehl 1050 1:1 nehmen??? Danke für deine Antwort! Freue mich schon auf die Rezepte die noch folgen 🙂 Alles liebe Isa

  19. Julia sagt:

    Liebe Stefanie, es ist schon eine Weile her, dass wir den Kuchen gebacken haben. Ich habe fast vergessen zu sagen, dass er sehr, sehr lecker ist. Ich bin happy, dass er ohne Haferflocken auskommt. Denn da scheinen mir auch die glutenfreien nicht so gut zu bekommen. Wie ist das bei dem Crumble aus deinem Buch? Könnte ich da als Alternative zu den Haferflocken auch Mandeln nehmen? Oder andere glutenfreie Flocken? Viele Grüße, Julia

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Julia,

      vielen Dank für Dein liebes Feedback zum Kuchen! Ich habe es noch nicht ausprobiert, denke aber, dass Du das Crumble auch sehr gut mit einer Mischung aus gemahlenen Mandeln und Mandelblättchen machen könntest.

      Liebe Grüße
      Stefanie

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