SCHOKOLADEN-EISTORTE
0% weißer Zucker, Laktose und Gluten und 100% Schokoladenglück

Wenn Du mich schon ein Weilchen kennst, dann weißt Du, dass ich Süßigkeiten liebe. Und dass Süßigkeiten sogar der wahre Grund sind, weshalb ich angefangen habe, mich mit gesunder Ernährung zu beschäftigen. Da ich wegen gesundheitlicher Probleme im Teenageralter auf weißen Zucker, Weizenmehl und Kuhmilch verzichten musste, habe ich angefangen, meine Süßigkeiten selbst zu machen. Das ist jetzt über 20 Jahre her, und meine Begeisterung für die gesunde Patisserie wird sogar immer größer. Es ist einfach so herrlich, ein süßes Rezept zu kreieren, das alle glücklich macht, und zu wissen, dass es vollgepackt ist mit guten Zutaten und unserem Körper nicht schadet. Da ich mir eigentlich ständig neue Kuchen-, Keks- und Schokoladen-Rezepte ausdenke und diese mehrfach teste (oft um 8 Uhr morgens und noch halb im Nachthemd), gibt es in meinem Haus eigentlich immer eine größere Auswahl selbstgemachter Süßigkeiten. Auf jeder Party, die ich besuche, gibt es meine Kuchen-Testergebnisse. Und ich glaube, die meisten meiner Freunde kennen mich quasi nur mit einer Kuchenform in der Hand (manchmal frage ich mich, ob sie mich ohne dieses Accessoire noch auf der Straße erkennen würden). Die größte Begeisterung lösen in der Regel meine rohen Torten aus. Sie beinhalten keine einzige Zutat, die in normalen Cremetorten steckt (also keinen weißen Zucker, kein Mehl, keine Sahne, keine Butter, keine Eier etc.), schmecken aber wunderbar süß, schmelzen im Mund und machen einfach glücklich. Seit neuestem wende ich einen kleinen Trick an: ich stelle die Torten in den Tiefkühler statt in den Kühlschrank, so nehmen sie erstens eine strammere Form an und zweitens schmecken sie gekühlt im Sommer einfach köstlich. Und schon wird aus der Cremetorte eine Eistorte. 

 

Ich bin ja prinzipiell immer für Schnickschnack zu haben, aber eine ehrliche Kugel Schokoladeneis wird für immer meine erste Wahl bleiben. Deshalb gibt es heute auch eine schlichte Schoko-Eistorte. Wenn Du statt normalem Kakao rohes Kakaopulver verwendest (bekommst Du in vielen Bioläden, Reformhäusern und im Internet), dann hebst Du die Torte noch auf die nächste Stufe, denn rohes Kakaopulver ist ein echtes Superfood und liefert große Mengen Magnesium, das die Muskulatur entspannt und das Herz gesund erhält. Seine natürlichen Pflanzenwirkstoffe Flavanole wirken antioxidativ und damit entzündungshemmend auf den Körper. Was will man mehr von einem Stück Eistorte?

 

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Zutaten für eine 17-cm-Springform 
(reicht für ca. 6 Personen):

 

Du brauchst:

  • Eine Küchenmaschine
  • Einen Standmixer

 

Für die Schoko-Füllung:

  • 250 g Cashewkerne
  • 120 g natives Kokosöl, geschmolzen 
 (plus etwas mehr für die Form)
  • 100 ml Mandelmilch, ungesüßt
  • 80 ml Ahornsirup, Grad A
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1/4 TL Salz
  • 50 g rohes Kakaopulver, ungesüßt

 

Für den Nussboden:

  • 160 g Mandeln
  • 90 g weiche Medjool-Datteln, entkernt und in grobe Stücke geschnitten
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1/2 EL Ahornsirup
  • 1/4 TL Salz

 

Für die Deko:

  • 1 EL natives Kokosöl, geschmolzen
  • 1 EL Ahornsirup, Grad A
  • 1 EL rohes Kakaopulver, ungesüßt
  • 2 TL Kakaonibs (optional)

 

Die Cashewkerne für die Schoko-Füllung mindestens 4 Stunden oder über Nacht in Wasser einweichen. Alternativ 10 Minuten in Wasser kochen.

 

Die Cashewkerne in ein Sieb geben, mit frischen Wasser abspülen, abtropfen lassen und mit den übrigen Füllungszutaten im Standmixer cremig pürieren.

 

Für den Nussboden die Mandeln in der Küchenmaschine grob zerkleinern. Die übrigen Zutaten hinzufügen und zu einer grobkörnigen Masse pürieren.

 

Eine 17-cm-Springform mit Kokosöl ausreiben, die Mischung für den Nussboden darin verteilen, am Rand etwas höher formen, und fest andrücken.

 

Die Schokofüllung darauf verteilen und glatt verstreichen. Mit Küchenfolie abdecken und mindestens 5 Stunden in den Tiefkühler stellen. 

 

Für die Deko geschmolzenes Kokosöl, Ahornsirup und Kakaopulver vermischen. Die Torte aus dem Tiefkühler nehmen, eine Gabel in die flüssige Schokosauce tauchen und senkrechte Linien auf die Tortenoberfläche sprenkeln. Mit den Kakaonibs bestreuen. Vor dem Servieren ca. 20 Minuten bei Zimmertemperatur weicher werden lassen. 

 

Reste der Torte in einer Tupperdose im Tiefkühler aufbewahren. Ich schneide die Torte auch gerne zuvor in Stücke und nehme mir Nachmittags zum Tee ein Stück heraus. 

 

 

Zeitaufwand:
4 Stunden Einweichzeit
30 Minuten Zubereitung
5 Stunden Kühlzeit

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17. Juni 2016

14 Kommentare zu “SCHOKOLADEN-EISTORTE

  1. Claudia Scaravilli sagt:

    Hallo liebe Stefanie, ich liebe Deine Bücher und Rezepte. Leider können mein Mann und ich uns nicht mit Kokosöl anfreunde. Was geht als Alternative damit die Rezepte auch gut gelingen?
    LG Claudia

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Claudia,

      das freut mich sehr, dass Dir meine Bücher und Rezepte gut gefallen! Zu Deiner Frage: bei Rezepten, bei denen das Kokosöl zum Anbraten verwendet wird, kannst Du es gegen Ghee (geklärtes Butterfett) austauschen. Bei Rezepten wie dieser Torte ist der Austausch leider etwas schwieriger, da hier wichtig ist, dass ein Fett verwendet wird, das in der Kälte fest wird. Es gibt natürlich auch raffiniertes Kokosöl, das schmeckt neutral, hat allerdings leider nicht mehr die guten Inhaltsstoffe des nativen Öls, weil es stärker verarbeitet wurde. Von der Konsistenz würde es aber ebenso gut funktionieren.

      Liebe Grüße und Dir und Deinem Mann ein schönes Wochenende!
      Stefanie

  2. gabriele sagt:

    Heute habe ich mir das Buch Suess und Gesund geschenkt. Was ein wunderschönes Buch mit tollen Rezepten zum ausprobieren. Herzlichen Dank..war immer auf der Suche nach Rezepten ohne zucker , Eier und co.

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Gabriele,

      vielen Dank für Deine nette Nachricht! Dann wünsche ich Dir ganz viel Spaß beim Ausprobieren der Rezepte!

      Liebe Grüße und hab ein schönes Wochenende
      Stefanie

  3. Linda sagt:

    Guten morgen Stefanie

    habe am Wochenende die Zitronen-Tarte aus Deinem Buch Suess und Gesund gemacht, allerdings war meine Creme schon sehr fest beim Mixen, wie kann ich sie cremiger machen denn sie war schon ziemlich fest.
    Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

    Liebe Grüße Linda

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Linda,

      kann es vielleicht sein, dass die Zitronen, die Du benutzt hast, besonders groß waren? Ich habe bei der Zutatenliste eine ungefähre Grammangabe zu den Zitronen geschrieben, denn wenn sie besonders groß sind und dadurch mehr Fruchtfleisch haben, kann die Creme etwas dicker werden. Prinzipiell ist es aber eigentlich ganz gut, wenn die Creme fest ist, so dass man die Torte später gut schneiden kann. Konnte man sie denn noch gut pürieren? Alternativ könntest Du schlückchenweise ungesüßte Mandelmilch hinzugeben, bis die Konsistenz gut ist.

      Liebe Grüße!
      Stefanie

      • Linda sagt:

        Hallo Stefanie
        Danke für Deine Antwort.
        Die Creme ließ sich sehr schwer pürieren und die Zitronen waren in der tat vielleicht doch etwas groß. Aber die Idee mit der Mandelmilch werde ist natürlich eine gut Alternative, den ansonsten ist diese Tarte total Super lecker und ausser gewöhnlich.

        Liebe Grüsse Linda

        • Stefanie Reeb sagt:

          Liebe Linda,

          ich hoffe, die Konsistenz wird das nächste Mal genauso wie Du sie Dir wünschst.

          Ich sende Dir liebe Grüße
          Stefanie

  4. Aneka sagt:

    Liebe Stefanie,
    ich würde das ganze gerne in fruchtiger Version ausprobieren….
    Denkst du, ich kann einfach den Kakao durch Früchte ersetzen?
    Muss gleich zuhause mal deine Bücher durchforsten….
    Bei 28C braucht es was kühles…..
    ???

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Aneka,

      ja, Du kannst das Rezept genauso verwenden, den Kakao weglassen und stattdessen zum Beispiel 300 g Beeren verwenden (das ist von der Grammzahl mehr als der Kakao, das macht aber nichts). Je nach Süße der Beeren oder anderer Früchte kannst Du eventuell den Ahornsirup ein wenig reduzieren (vielleicht auf 60 ml anstatt 80 ml).

      Viel Spaß und guten Appetit!
      Stefanie

  5. Frauke Eberlein sagt:

    Liebe Stefanie, durch eine kleine Rezeptbroschüre bei DM bin ich auf Deinen Blog aufmerksam geworden und wirklich sehr begeistert. Die tollen Rezepte kommen mir gerade Recht um meine „Zuckersucht“ zu besiegen. Ebenfalls gefallen mir Deine Videos 10-Minuten-Yoga und Meditation. Ich bin berufstätig und habe zwei kleine Kinder. Ich versuche meinen Tag auch immer mit einer kurzen Yogaeinheit zu beginnen. Auch wenn es nur 10 oder 20 Minuten sind bringt es mir unheimlich viel. Deine Meditation werden ich auch jeden Fall probieren. So kann man mit nur wenig Zeiteinsatz sehr viel für sich und sein allgemeines Wohlbefinden tun. Sehr praktisch für mich als Mutter.
    Liebe Grüße
    Frauke

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Frauke,
      vielen Dank für Deine nette Nachricht! Das freut mich sehr, dass Dir meine Rezepte und Videos gefallen. So wie Du schon schreibst, geht es mir tatsächlich auch immer darum, Rezepte oder auch Yoga und Meditationen mit relativ geringem Aufwand parat zu haben (oder darüber zu schreiben), die mir in kurzer Zeit zu mehr Wohlbefinden und einer besseren Energie verhelfen.
      Einen lieben Gruß!
      Stefanie

  6. Nemi sagt:

    Liebe Stefanie,
    vielen Dank für Dein tolles Buch „Süß & Gesund“ (den Rest kenne ich noch nicht).
    Ich bin ebenfalls eine leidenschaftliche Kuchen-Bäckerin, und war ähnlich frustriert wie Du es in diesem Buch beschrieben hast, als ich vor wenigen Monaten plötzlich von meinen Allergien erfahren habe!
    Mein erstes veganes Backbuch hat mich noch mehr enttäuscht, denn die Zutaten waren kompliziert und dann hat das Produkt nicht einmal gut geschmeckt.
    Zum Glück bin ich auf Dein Buch gestoßen! Ich habe innerhalb einer halben Woche 3 Rezepte ausprobiert, und war überglücklich, dass alle 3 Kuchen wirklich super geschmeckt haben!! Damit kann ich mein Lieblings-Hobby weiter ausüben 🙂
    Heute bin ich zum ersten Mal auf Deiner Homepage und bin gespannt, was ich noch alles entdecken werde…
    Viele Grüße Nemi

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Nemi,

      vielen Dank für Deine Nachricht! Das freut mich sehr, dass Dir meine Rezepte gefallen! Es kann wirklich frustrierend sein, wenn man plötzlich „nichts mehr darf“. Da braucht man unbedingt ein paar gute Kuchenrezepte zum Trost ;–)

      Einen lieben Gruß!
      Deine Stefanie

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