Basischer Kräuterdipp
Ein 5 Minuten-Rezept aus meiner Küchenapotheke

Wenn ich überlege, welches Rezept ich als nächstes hier auf den Blog stellen soll, dann erwische ich mich oft dabei, den Anspruch zu haben, dass es „etwas besonderes“ sein sollte. Eben so, wie man „etwas besonderes“ kochen will, wenn Freunde zu Besuch kommen. Dabei weiß ich eigentlich, dass meine Freunde, meine Leser und auch ich selbst total auf diese einfachen, simplen und guten Alltagsrezepte stehen, die man zu jeder Zeit aus dem Ärmel schütteln kann. In meinen Gedanken gehe ich also die letzten Tage und Wochen durch und überlege, was ich in dieser Zeit besonders oft zubereitet habe. Und da war es nicht schwer, auf diesen basischen Kräuterdipp zu kommen, denn den gibt es bei uns mindestens zwei- oder dreimal die Woche. Der ist nämlich nicht nur extrem gesund, er tut auch einfach gut und – jetzt kommts! – er ist in ca. 5 Minuten fertig. Er passt also in all die Momente, in denen wir überlegen, ob wir uns nicht lieber ein Brot schmieren sollten anstatt zu kochen. Am häufigsten essen Thomas und ich diesen Dipp zusammen mit Pellkartoffeln. Manchmal stelle ich ihn aber auch zusammen mit anderen Mahlzeiten auf den Tisch oder als Snack zusammen mit Karrottenstiften.

 

 

Ganz besonders große Lust habe ich auf auf diesen Dipp, wenn ich vorher essensmäßig über die Stränge geschlagen habe oder mich übersäuert fühle. Dann habe ich das Gefühl, dass dieser Dipp, zusammen mit ein oder zwei Pellkartoffeln, mich wieder ins Lot bringt. Er ist also quasi, zusammen mit meiner eigenen Teemischung (die ich hier auch bald zeigen werde) mein Rezept Nummer 1 für ein basischeres Körpermilieu. 

 

Ein basisches Körpermilieu ist immer gut, aber ich finde, dass sich der Anfang des Jahres ganz besonders gut dafür eignet, verstärkt auf eine ausgewogene Säure-Basen-Balance zu achten. Denn sie ist schließlich die Basis für unser körperliches Wohlbefinden und somit auch die Basis für ein gutes und gesundes Jahr. Aber warum ist das Säure-Basen-Gleichgewicht unseres Körpers überhaupt so wichtig? Weil unsere Zellen nur dann optimal funktionieren, wenn dieses Gleichgewicht nicht gestört wird. Alle Zellen unseres Körpers haben einen bestimmten pH-Wert, der zumeist im basischen Bereich liegt. Der wichtigste Wert dabei ist der unseres Blutes, der immer leicht basisch sein muss, damit wir gesund und am Leben bleiben. Das gesunde Säure-Basen-Verhältnis unseres Körpers beträgt 2:8 – auf 2 Säuren kommen 8 Basen. Durch unsere Lebensweise können wir dieses Verhältnis allerdings stören und ein zu saures Milieu erschaffen. 

 

 

Das führt zu einer Übersäuerung:

1. säurebetonte Ernährung: industriell stark verarbeitete Lebensmittel, Weißmehlprodukte, künstlich gehärtete Fette und Transfette, Zucker, verarbeitete tierische Produkte (Wurst, Milchprodukte aus pasteurisierter oder homogenisierter Milch), Fertiggerichte, künstlicher Süßstoff, Geschmacksverstärker, Koffein, Alkohol, Nikotin, Kochsalz. 

2. Bewegungsmangel

3. Lichtmangel

4. Schlafmangel

5. Stress

6. falsche Atmung

7. Umweltgiftbelastungen und Chemikalienbelastungen in Kosmetika, Medikamenten etc. 

 

 

Wenn der Körper für einige Zeit übersäuert ist, können sich erste Anzeichen wie diese zeigen:

– Probleme mit dem Blutzuckerspiegel

– erhöhter Blutdruck

– Entzündungen

– Allergien

– Schlafstörungen

– rasche Ermüdung

– Stimmungsschankungen

 

Besteht eine chronische Übersäuerung über lange Zeiträume, können außerdem folgende Symptome auftreten:

– Depressionen

– Kopfschmerzen/Migräne

– Gicht

– Haarausfall

– Erkrankungen der Haut

– Übergewicht

– Cellulite, Besenreiser

 

 

So funktioniert die natürliche Säureausleitung unseres Körpers

Unser Körper entsäuert über die Lungen und damit über die Atmung, über die Nieren, die Haut und über die Menstruationsblutung. Alle Säuren, die nicht dirkt ausgeleitet werden können, müssen im Körper in weniger gefährliche Stoffe umgebaut werden. Mithilfe von basischen Mineralstoffen neutralisiert der Körper die Säuren zu Salzen. Diese Mineralstoffe entnimmt er der Nahrung und körperlichen Regionen, in denen viele Mineralstoffe vorkommen, wie zum Beispiel Knochen, Haarboden, Blutgefäßwänden und dem Bindegewebe. 

 

Wir können unseren Körper also auf vielerlei Arten beim Entsäuern unterstützen:

1. durch eine basenüberschüssige Ernährung bestehend aus Gemüse, Sprossen und Salaten, Gewürzen und Kräutern, reifen Früchten, Mandeln, Kartoffeln, Quinoa, Hirse, Amaranth und Buchweizen

2. mindestens 2,5 l stilles Wasser pro Tag trinken

3. morgens und abends 1–2 Tassen basischen Tee

4. Basenbäder: Für ein Vollbad benötigst du 80-100 Gramm Natron, Zusätzlich kann Himalaya Kristallsalz hinzugefügt werden. 

5. Bewusste Atmung

6. Bürstenmassagen, die den Lymphfluss anregen und damit den Abtransport eingelagerter Salze unterstützen

7. Bewegung, tägliche Spaziergänge

8. Einnahme von Bitterstoffe, zum Beispiel Kräuterbitter

 

… und natürlich durch Alltagsrezepte wie dieses, das den Säure-Basen-Ausgleich doch sehr angenehm und lecker macht.

 

Warum wirkt dieses Alltagsgericht so basisch? 

  1. durch den großen Anteil an Kräutern, die nicht nur basisch verstoffwechselt werden, sondern auch die Nieren pflegen, die für das Ausleiten der Säure zuständig sind (Petersilie ist DAS Kraut für die Nieren, auch empfehlenswert als Petersilientee bei Nierenentzündungen)
  2. durch Avocado, Apfelessig und Kreuzkümmel, die allesamt basisch wirken und die Verdauung stimulieren

 

Also probiers doch mal aus und gib mir Bescheid, wie Dir dieser basische Kräuterdipp geschmeckt hat! Über Deinen Kommentar unter diesem Beitrag freue ich mich sehr!

 

 

Basischer Kräuterdipp

 

Für 2 Personen:

  • 20 g Petersilie
  • 20 g Koriander
  • 1 Avocado, in Hälften geschnitten, entkernt und das Fruchtfleisch mithilfe eines Löffels entnommen
  • 100 ml Wasser
  • 1–2 EL Apfelessig nach Geschmack
  • 1 TL Himalayasalz (oder ein anderes Kristallsalz)
  • 2/3 TL gemahlener Kreuzkümmel

 

Petersilie und Koriander in den Häcksler geben (Teile der Stiele können ruhig mit in den Häcksler). Je nach Größe des Häckslers zuerst nur die Hälfte der Avocado hinzufügen (denn das Volumen der Kräuter ist vor dem Pürieren noch sehr groß). Wasser, Apfelessig, Salz und Kreuzkümmel hinzufügen und glatt pürieren. Das restliche Avocadofruchtfleisch hinzufügen und cremig pürieren. 

 

Zum Dipp schmecken Pellkartoffeln. Dazu einfach 500–600 g überwiegend festkochende Kartoffeln in einem Topf mit kaltem Wasser bedecken, bei geschlossenem Deckel zum Kochen bringen, die Hitze etwas reduzieren, das Kochwasser reichlich salzen und je nach Größe der Kartoffeln ca. 20 Minuten kochen, bis sie gar sind. Zusammen mit dem Dipp servieren. 

 

Zeitaufwand:
ca. 5 Minuten

 

 

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18. Januar 2019

17 Kommentare zu “Basischer Kräuterdipp

  1. Barbara sagt:

    Super, liebe Stefanie, das klingt wunderbar. Wird gleich am Wochenende ausprobiert… Ich gehe noch fix Kräuter holen (und eine Aubergine, die mir noch für die Paella fehlt…) und dann gibts das mit Pellkartoffeln morgen Abend. Heute Abend gibts nämlich schon Kürbis Salbei Pasta. Morgen Mittag Polenta Pizza, morgen Nachmittag die Weihnachts Pommes, da kommt lieber Nachmittagsteebesuch.. Deine Meditation ist wunderbar, praktiziere ich täglich, meist auch die für ein ruhiges Herz. So ein wunderbarer Blog- das kann ich nur immer wieder erwähnen. Freitags lungere ich noch häufiger hier rum und dann hüpft mein Herz, wenn dein neuer Beitrag erscheint. Herzlichst aus dem sonnigen Berlin, Barbara

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Barbara,

      vielen Dank für Dein liebes Feedback! Das klingt nach einem sehr leckeren Wochenende! Viel Vergnügen!

      Viele Grüße
      Stefanie

  2. Marie sagt:

    Liebe Stefanie,
    mal wieder ein wunderbares Rezept. Da ich Pellkartoffeln sowieso sehr liebe, ist das genau die Ergänzung die ich dazu brauche. Und Avocado sind sowieso ‚mein Ding‘. Habe ich meistens im Haus, allein schon für meinen täglichen Smoothie. Deine Tipps speicher ich mir übrigens immer separat ab, auch die Food Pharmacy, sofern Sie nicht schon in Deinen Büchern zu lesen ist. Ich werde dieses Rezept als erstes im Original probieren und schauen, wie ich auf den Koriander reagiere. Meinst Du, man kann den gegebenenfalls auch durch ein anderes frisches Kraut ersetzen? Wünsche Dir und Deinen Lieben, incl. Lilly natürlich, ein schönes, erholsames Wochenende.
    Marie

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Marie,

      vielen Dank für Deine Nachricht! Du könntest den Koriander auch weglassen und dafür mehr Petersilie und zusätzlich noch Schnittlauch nehmen. Oder wenn Du Estragon magst, der ist anstatt Koriander auch sehr lecker. Eine weitere Variante wäre als Austausch noch Rucola.

      Liebe Grüße
      Stefanie

  3. Barbara sagt:

    PS: fehlt Apfelessig im Rezept? Du erwähnst ihn im Text…

  4. Julia sagt:

    Danke für das Rezept und den Text, liebe Stephanie. Das wird auf jeden Fall ausprobiert. Ich liebe die einfachen, gesunden Rezepte! Koriander ist zwar geschmacklich auch nicht meins, aber ich teste es noch mal. Leider habe ich trotz gesunder Ernährung grade eine dicke Erkältung. Das ärgert mich immer, dass man das auch mit noch so viel Gemüse nicht verhindern kann 🙂 Eventuell hast du ja für die Erkältungs- und Grippezeit auch noch ein paar Tipps. Liebe Grüße, Julia

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Julia,

      ich hoffe, es geht Dir schon besser! Das ist eine gute Idee, ein paar Tipps für die Erkältungszeit zusammenzustellen. Werde ich mal drüber nachdenken. Danke Dir!

      Liebe Grüße
      Stefanie

    • Marie sagt:

      Liebe Julia,
      suche mal den Erkältungstrunk von Stefanie. War im Dezember 2016. (einfach in der Suchfunktion das Wort eingeben)Habe ihn oft getrunken, er schmeckt besser als er klingt und hat mir geholfen. Er ist wirklich sehr angenehm zu trinken, wenn es einem nicht gut geht! Der Körper spürt es. Viel Spaß beim Ausprobieren und gute Besserung! Marie

  5. Edith sagt:

    Liebe Stefanie, der Dip schmeckt mir sehr gut, allerdings muss man Koriander mögen, der schmeckt ziemlich vor, finde ich. Ich habe bei deinen Rezepten leider häufig das Problem, dass ich viel zu viel esse, weil die Rezepte sooo lecker sind!! So habe ich auch diesen Dip allein gefuttert mit den Pellkartoffeln…schäm ;-))

  6. Daniela sagt:

    Liebe Stefanie,
    der Dipp schmeckt sehr lecker. Und Kartoffeln mag ich sowieso total gerne.
    Danke für diese einfach tolle Mahlzeit.
    Beste Grüße
    Danny

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