Dinkel-Oregano-Brot
Und ein paar Gedanken übers Glück

Gestern Abend hat mein Mann, während ich mit einer Freundin beim Italiener saß, zuhause eine Fernsehreportage übers Glücklichsein gesehen. Heute früh kam er dann mit einem Blatt Papier in der Hand in mein Arbeitszimmer und las mir seine Notizen mit den wichtigsten Erkenntnissen aus der Sendung vor. Kurz darauf waren wir schon tief ins Gespräch darüber verwickelt, wie wir selber Glück definieren, was glücklich macht und was nicht und was wir in den letzten Jahren für unser Glück getan haben. Dabei wurde mir klar, dass ich 1. einen tollen Mann habe und es 2. irgendwie glücklich macht, übers Glück nachzudenken. Probier es aus:

 

Glück kommt manchmal inkognito.

Die meisten von uns haben eine sehr bestimmte Vorstellung davon, was Glück ist (und was nicht) und dabei nehmen wir oft gar nicht wahr, dass Glück sehr viele Facetten hat und manchmal auch inkognito daherkommt. Zum Beispiel so:

 

– wenn wir positiv aufgeregt oder angeregt sind.

– wenn wir eine starke Motivation spüren, etwas bestimmtes zu tun.

– wenn wir uns inspiriert fühlen.

– wenn wir im Flow sind und ganz im Moment aufgehen.

 

Glück ist Ansichtssache.

Ich muss sagen, ich stehe nicht besonders auf die vielen Glücksratgeber, die einem über verschiedene Übungen das Glück beibringen wollen. Aber ich glaube trotzdem daran, dass man das Glück wie einen Muskel trainieren kann. Denn meistens ist das Glück eine Frage der Perspektive und der eigenen Bewertung. In der Regel haben wir eine Tendenz, den einen Bereich in unserem Leben zu suchen, mit dem wir unzufrieden sind, und ihn so lange anzustarren, bis er (hoffentlich) von selbst verschwindet. Leider haben Problemen aber die dumme Angewohnheit, größer zu werden, wenn wir uns auf sie konzentrieren. Glück ist deshalb für mich auch, wenn wir es schaffen, unsere Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was schön und gut ist in unserem Leben. 

 

Glück ist ein natürlicher Zustand.

Glück ist eigentlich nichts besonderes, sondern ein ganz natürlicher Zustand. Deshalb müssen wir nicht nach dem Glück suchen, sondern nur aufhören, ihm Steine in den Weg zu legen. Während meiner Yogalehrer-Ausbildung habe ich für viele Monate täglich meditiert. Dabei fiel mir auf, dass sich ganz automatisch ein Glücksgefühl einstellt, wenn ich an nichts besonderes denke. Ein Meditationslehrer sagte dazu mal: unser Glück ist wie ein Korken, den wir mit unseren Gedanken und Sorgen unter Wasser ziehen. Lassen wir ihn los, steigt er ganz automatisch nach oben an die Wasseroberfläche. Ein paar Minuten pro Tag still zu sein und tief zu atmen ist ein sehr kleiner Preis für ein sehr gutes Gefühl. 

 

Glück ist bedingungslos.

Glücksforscher sagen, dass Geld und Dinge nicht glücklich machen. Ich würde noch ein bisschen weitergehen und behaupten, dass es nichts auf der Welt gibt, was uns auf Dauer glücklich machen kann … außer wir uns selbst. Wir tun so viele Dinge in der Erwartung, dass sie uns glücklich machen. Dabei könnten wir auch einfach jetzt schon glücklich sein. Die größte Freiheit des Lebens steckt in der Wahrheit, dass wir uns für unser Glück entscheiden können, ganz egal, was andere davon halten und was sonst um uns passiert, und ganz egal, ob wir unsere Ziele schon erreicht haben oder nicht.

 

Glück im Kleinen finden.

Für mich steckt das größte Glück ganz oft im Kleinen. Morgens in der Sonne einen Tee zu trinken, mit Mann und Hund spazieren zu gehen oder ein leckeres Essen zuzubereiten. Selbstgebackenes Brot steht auf meiner Glücksliste ganz weit oben. Denn so ein selbstgemachtes Brot ist einfach was besonderes und duftet so wunderbar, wenn es frisch aus dem Ofen kommt. Frisches Brot mag ich in allen möglichen Formen, und dieses Oregano-Brot hat einen mediterranen Touch und ein schön sonniges Aroma, das auch jetzt, wenn es noch kühl ist, die Vorfreude auf wärmere Tage schürt. Und genau dieser Gedanke, dieser Geschmack und dieses Gefühl – das ist Glück.

 

Hast Du auch ein paar Ideen oder Tipps und Tricks fürs Glücklichsein? Dann hinterlasse unten einen Kommentar! 

 

Dinkel-Oregano-Brot

 

Für 1 Brot in einer Kastenform à 25 x 11 cm*:

 

  • 250 ml Mandelmilch, ungesüßt
  • 1/2 Würfel frische Hefe (ca. 21 g) alternativ: 9 g Trockenhefe
  • 1 EL Ahornsirup, Grad A
  • 450 g Dinkelvollkornmehl
  • 2 EL getrockneter Oregano (alternativ: Kräuter der Provence)
  • 1,5 TL Salz
  • 2 EL Olivenöl
  • Für extra schönen Glanz kannst Du das Brot mit 1 Eigelb bestreichen (optional)
  • 1 Tasse heißes Wasser

 

*Das Brot gelingt auch ohne Form. Dann einfach zu einem Brotlaib formen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech backen und die Backzeit gegebenenfalls etwas verkürzen. 

 

Die Mandelmilch handwarm erhitzen. In eine Schüssel geben, die Hefe hinein bröckeln und mit dem Ahornsirup vermischen. 10 Minuten ruhen lassen, bis sich ein paar Blasen auf der Oberfläche bilden.

 

Das Dinkelmehl in einer Schüssel mit Oregano und Salz vermengen. Die angerührte Hefe und das Olivenöl dazugeben und zuerst mit einem Holzlöffel, dann mit den Händen 2 Minuten gut verkneten.

 

Den Teig zu einer Kugel formen, die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort (zum Beispiel im leicht vorgewärmten und wieder ausgeschalteten Backofen) 1 Stunde gehen lassen.

 

Den Backofen auf 240 °C vorheizen. Eine ofenfeste Form (am besten nicht aus Glas) auf die unterste Schiene im Ofen stellen. 

 

Den Teig kurz durchkneten und in eine gefettete Kastenform geben und weitere 20 Minuten abgedeckt gehen lassen.

 

Die Oberfläche des Brotes optional mit Eigelb einpinseln. 1 Glas heißes Wasser in die Ofenform im Backofen gießen (Vorsicht, dass Du Dich nicht am heißen Wasserdampf verbrennst!), die Kastenform mit dem Teig auf die mittlere Schiene stellen, den Backofen auf 220 °C herunter regulieren und das Brot ca. 35 Minuten backen.

 

Wellcuisine Tipp: das Oreganobrot schmeckt sehr lecker mit Tomatenfrischkäse (siehst Du auf den Bildern). Dazu einfach 250 g Frischkäse Deiner Wahl (zum Beispiel von der Ziege oder vegan) mit 1 EL Tomatenmark und etwas frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer mischen und zusammen mit dem Brot servieren. 

 

Zeitaufwand:
45 Minuten plus 1,5 Stunden Wartezeit

 

Diesen Beitrag teilen:Email to someone
email
Share on Facebook
Facebook
Pin on Pinterest
Pinterest
Tweet about this on Twitter
Twitter
9. März 2018

HAT DIR DIESER BEITRAG GEFALLEN? DANN MELDE DICH FÜR UNSEREN NEWSLETTER AN. SO BEKOMMST DU WÖCHENTLICH UPDATES ZU THEMEN RUND UM WELLNESS UND GENUSS.

Außerdem erhältst Du unser kostenloses E-Book mit 6 gesunden Alltagsrezepten unter 30 Minuten als Willkommensgeschenk.
18 Kommentare zu “Dinkel-Oregano-Brot
  1. Barbara sagt:

    OOOOOOOOHHHHHHHH, lecker, liebe Stefanie! Das backe ich gleich am Sonntag (Dinkeltag,). Ich wollte so gerne mal wieder ein feines Brot backen (im Moment stehe ich ja total auf dein Superfood Brot mit oder ohne Avocado). Und sehr gut kann ich mir das Dinkelbrot auch mit Muhammara Dip vorstellen.
    GLÜCK: das ist hier gerade auch unser großes Thema. Und ganz ehrlich: wir lesen gerade ein tolles Buch dazu. HOW WE CHOOSE TO BE HAPPY von Greg Hicks und Rick Foster, die weltweit die glücklichsten Menschen aufgesucht und interviewt haben. Total inspirierend. Und das mit dem Glück im Kleinen finden geht mir ganz genauso. Und Essen (insbesondere deine Rezepte) stehen bei mir ganz oben auf meiner persönlichen Glücksliste. Gerade habe ich Proviant für einen morgigen Tages-Trip nach HH eingepackt: Buchweizen-Wraps, Vinschgauer, Flapjacks und Brownies. Und zum Frühstück im Auto gibts Mango-Lassi. Schon die Aussicht darauf macht mich glücklich. Aber auch im Garten stehen und die kleinen zarten Frühlingsboten zu bewundern, den Vögeln lauschen, Fahrrad fahren (habe heute die Saison 2018 eröffnet).
    In diesem Sinne ein Wochenende voller kleiner Glücksmomente wünscht
    deine Barbara

    • Barbara sagt:

      Mhhhhhhhm, das duftende Dinkel-Oregano-Brot hat soeben den Ofen verlassen (Dinkeltag morgen her oder hin…) und wird gleich mit veganem Tomaten-Frischkäse genossen. Zuerst dachte ich, der aufgetaute Muhammara-Dip und eine Avocado reichen. Aber dann habe ich fix noch aus 110gr eingeweichten Cashew-Nüssen, 1 El Hefeflocken, 2 EL Kokos-Joghurt, 1/2 Tl Salz und 1 EL Tomatenmark einen Frischkäse gerührt… Jetzt aber fix das kleine (oder große?) Glück geniessen….

    • Stefanie Reeb sagt:

      Hallo meine Liebe,

      wie schön, von Dir zu lesen! Danke für den Buchtipp! Das Buch schaue ich mir auf jeden Fall an, denn Lesen gehört für mich auch zu einer der Tätigkeiten, die mich ganz besonders glücklich machen ;–)

      Ja, die kleinen Momente im Leben und unsere Fähigkeit, sie wahrzunehmen, das macht wirklich froh und glücklich.

      In diesem Sinne wünsche ich Dir einen glücklichen und entspannten Sonntag!
      Deine Stefanie

  2. Steffi sagt:

    Meine Gedanken zum Glück:

    „Lerne nur das Glück er ergreifen,
    denn das Glück ist immer da.“

    das ist die weniger bekannte Fortsetzung von Goethes:
    „Willst du immer weiter schweifen?
    Sieh, das Gute liegt so nah.“

    Danke für Deine Inspiration, immer wieder am Freitag!

  3. Uschi sagt:

    Liebe Stefanie,

    wie Du schon schreibst: Es gibt so viele Definitionen für das Glück. Jeder empfindet es anders, oder aber manche sind ewig auf der Suche danach und verpassen den Reiz auf unser Gehirn und den Körper, um es zu erkennen.
    Für mich ist alles was ich schön und positiv empfinde Glück, um nur die Spitze meines „Glücksberg“ zu nennen.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und vielen Dank für Dein Rezept. Ich werde es ganz bestimmt ausprobieren, weil ich unser Brot lieber immer selbst backe, da weiß ich wenigstens was drin ist.

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Uschi,

      ja, das stimm, es ist wie mit so vielem im Leben: wir haben manchmal eine bestimmte Vorstellung davon, wie das Glück, die Liebe oder was auch immer sein sollte, und verpassen dabei die vielen guten Momente, die zusammen genommen das große Glück/die Liebe sind.

      Hab ein schönes Wochenende und viel Freude beim Brot backen!
      Deine Stefanie

  4. Martina sagt:

    Liebe Stefanie,
    das Gedicht von Goethe ist mir auch gleich eingefallen. Schwupps – und schon steht es da. Als Jugendliche und junge Frau fiel es mir schwer, das Glück zu erkennen, leider. Aber wahrscheinlich habe ich einfach nur eine lange Leitung. Umso mächtiger erscheint es mir heutzutage sehr oft, wie es plötzlich daherkommt. Ganz unverhofft. Wie neulich. Mir ist der Wassernapf meines Hundes umgefallen. Natürlich war viel Wasser drin und es lief gleich auf den Teppichläufer, unter den Schrank, in alle Ritzen. Wir haben ein altes Haus, wo der Flur etwas Gefälle hat, es konnte also ungehindert dahinplätschern. Mist, ich habe so geflucht. Aber als ich endlich alles trocken hatte, musste ich feststellen, dass ich die unliebsamen, staubigen Ecken gleich mitgeputzt habe, wovor ich mich ja doch gerne drücke. In dem Moment – wie bestellt – kam die Sonne raus und zeigte mir, wie schön sauber alles war und das einfach so ungeplant! Wie schön, das Putzen war erledigt und es stellte sich ein sehr angenehmes Glücksgefühl im ganzen Körper ein. Welch Glück, einen Hund zu haben, der Durst hat!! 😉 Also heute sehe ich, dass in allem ein bisschen Glück steckt. Augen auf! (Manchmal klappts natürlich nicht, aber das gehört auch dazu.)
    Ein schönes Wochenende und danke für dein leckeres Brotzept
    Martina

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Martina,

      was für eine schöne kleine Geschichte übers Glück im Alltag! Sie erinnert mich daran, dass auch unangenehme Situationen meist ein Geschenk für uns „im Gepäck“ haben, das sich uns oft erst im nachhinein erschließt. Manchmal erwische ich mich dabei, dass ich mitten in einem Schlamassel/Problem denke: mal sehen, was hieraus wohl schönes entsteht ;–)

      Einen lieben Gruß und hab ein schönes Wochenende!
      Deine Stefanie

  5. Elke Reeb sagt:

    Liebe Stefanie,
    Glück ist nach einer Fastenwoche die erste Mahlzeit zu essen. Alle Geschmacksnerven entfalten sich zu ungeahnten Explosionen. Die ganze Woche habe ich mich auf Deine Rezepte gefreut und werde sie nun mit noch größerer Freude genießen.
    Vergnügtes Wochenende für Dich und Thommi und wirf ein Bällchen von mir für Lilly.
    Mama

    • Stefanie Reeb sagt:

      Oh ja, das ist Glück! Daran sollten wir uns auch erinnern, wenn wir mal wieder zu ungeduldig sind und alle Ziele und Wünsche auf einmal realisiert sehen wollen: dass eine Mahlzeit viel besser schmeckt, wenn wir wirklich hungrig sind ;–)

      Alles Liebe
      Stefanie

  6. Ulla sagt:

    Liebe Stefanie,
    Glück ist ein großes Puzzle,jedes Teil sollte mit Genuss zum großen Ganzen zusammen gefügt werden. Versuchen wir es Tag für Tag und genießen jedes Teil. Glück ist heute für mich am Morgen deinen tollen Beitrag zu lesen und mich an leckeren Süßigkeiten (Himbeermakronen,Lieblingsnüsse ,Erdnussbrocken ) zu begeben um sie einem lieben Menschen zu schenken.
    Einen schönen sonnigen Sonntag für Dich und Thomas,LG Ulla 💕

    • Stefanie Reeb sagt:

      Hallo liebe Ulla,

      so schön, was Du schreibst. Mir gefällt Dein Ausdruck „versuchen wir es Tag für Tag“, denn ich denke, ja genau darum geht es: wir fangen jeden Tag von neuem an und lernen im besten Fall tagtäglich, das Leben noch mehr zu genießen, mit allem, was es uns bringt.

      Viele liebe Grüße und Dir und Deinen Lieben einen schönen Sonntag!
      Deine Stefanie

  7. Petra sagt:

    Glück ist eine feuchte hundeschnautze und große braune hundeaugen am morgen.danach gemeinsam meditieren und yoga.mein Felix kommt angelaufen sobald ich die matte ausrollen süß.jetzt noch gemeinsam die Vögel beobachten der Tag kann nur glücklich sein. Sonnige grüße von der Mosel.

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Petra,

      ja, das kann ich nur bestätigen: Hunde machen wirklich glücklich. Oder frei nach Loriot: man kann auch ohne Hunde leben, aber warum sollte man?

      Liebe Grüße
      Stefanie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Top