ORANGENMARMELADE
Und wie man damit das beste Salatdressing zubereitet

Die Orangensaison ist im vollen Gange und jetzt ist die Zeit, in der die Früchte am reifsten und süßesten sind. Der perfekte Zeitpunkt also, um das beste aus den Orangen zu machen. Letzte Woche habe ich Dir mein derzeitiges Lieblingsfrühstück verraten: Haferwaffeln. Und die letzten Tage esse ich sie besonders gern mit meiner selbstgemachten Orangenmarmelade aus unserem Buch „Wellcuisine“. Ich bin sogar so weit gegangen, ein oder zwei Esslöffel der Marmelade in den Teig zu rühren, so dass die Waffeln ganz fein nach Orange schmecken. Ein Glas dieser Marmelade steht eigentlich immer bei uns im Kühlschrank, weil wir quasi ständig auf einem der Märkte (oder im Garten des Nachbarn ;–) wunderbare Orangen finden, die unbedingt verarbeitet werden müssen. Thomas ist bei uns der „Chef de marmelade“ und so steht er oft stundenlang in der Küche und füllt Glas um bittersüßes Glas. Orangenmarmelade schmeckt aber nicht nur gut zum Frühstück, sondern auch zum Mittag- oder Abendessen. Da benutze ich sie nämlich gern im allerbesten Salatdressing, das ich kenne. Zusammen mit Dijon-Senf, Apfelessig und Olivenöl verleiht sie einem schlichten grünen Salat das gewisse Etwas – Du wirst sehen! (das Rezept findest Du ganz unten im Beitrag) 

 

Abgesehen davon, dass Orangenmarmelade einfach wunderbar schmeckt, hat sie auch gesundheitliche Vorteile, denn so, wie ich sie zubereite, wird die komplette Schale mit verwendet – und da steckt die geballte Pflanzenkraft der Orange drin! Ja, die Schale ist sogar noch gesünder als das Fruchtfleisch, denn sie enthält 170 gesundheitsfördernde pflanzliche Stoffe. Orangenschale wirkt stark entzündungshemmend und schützt sogar vor der Entstehung von Krebs. Ihre nichtlöslichen Polysaccharide, eine Gruppe der Ballaststoffe, halten den Darm gesund und regen die Verdauung und die Fettverbrennung an. 

 

Wellcuisine-Tipp: Eine sehr praktische Art, mehr Orangenschale zu verwenden, ist, die gewaschenen, unbehandelten Bio-Orangen einzufrieren. Dann kannst Du sie in gefrorenem Zustand ganz einfach fein raspeln (das gleiche gilt übrigens für Zitronen). Sie schmeckt zum Beispiel toll, wenn man sie aufs Müsli, Granola, Porridge oder einen Obstsalat raspelt. Aber auch im Curry, in vielen asiatischen Gerichten oder als feine Note in einem schlichten Rührkuchen.  

 

 

Orangen-Marmelade

(ergibt 1 Glas à ca. 350 g):

 

Du brauchst:

  • Einen Standmixer
  • Ein mittelgroßes Schraubglas

 

Für die Marmelade:

  • 2 unbehandelte, möglichst süße Bio-Saftorangen (ca. 400 g), mit dünner Schale
  • 120 ml Ahornsirup, Grad A (plus gegebenenfalls etwas mehr zum Abschmecken)

 

Wasser in einen mittelgroßen Topf geben und zum Kochen bringen. Die Orangen waschen und hinzufügen. Sie sollten vollständig von Wasser bedeckt sein. Die Hitze reduzieren und das Ganze 20 Minuten köcheln lassen. Die Orangen aus dem Wasser nehmen, vierteln, die Kerne entfernen und mit dem Ahornsirup im Mixer cremig pürieren. Abschmecken und je nach Säure der Orangen eventuell noch Ahornsirup hinzufügen. In ein sauberes Schraubglas füllen. Im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Wochen verbrauchen.

 

Wellcuisine-Tipp: Wenn Du die Marmelade ungeöffnet länger aufbewahren möchtest, dann spüle das Einmachglas samt Deckel mit kochendem Wasser aus, bevor Du die Marmelade einfüllst. Sofort mit dem sauberen Deckel verschließen und die Marmelade kopfüber abkühlen lassen. Wenn die Marmelade mal geöffnet ist, immer darauf achten, nur mit einem sauberen Löffel ins Glas zu gehen.

 

Zeitaufwand:
5 Minuten Zubereitung
20 Minuten Kochzeit

 

 

Orangen-Salat-Dressing

(reicht für bis zu 2 große Salatschüsseln):

 

  • 3 TL Orangenmarmelade (Rezept siehe oben)
  • 1 TL Dijon-Senf
  • 1/2 TL Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 3 EL Apfelessig
  • 6 EL Olivenöl

 

Alle Dressingzutaten in ein Schraubglas füllen und mit einem Löffel gut verrühren. Dann mit dem Deckel verschließen und so lange schütteln, bis das Dressing gut abgebunden ist. Das Dressing hält sich im Kühlschrank mindestens 2 Wochen.

 

Zeitaufwand: 
5 Minuten

 

Komm mit uns in die Sonne – zum Kochen, Yoga machen, entspannen, auftanken und strahlen! Erfahre hier mehr >

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26. Januar 2017

11 Kommentare zu “ORANGENMARMELADE

  1. Katrin Hucke sagt:

    Eine Frage:
    verwendet man die Orangen mit der Schale?

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Katrin,

      ja genau, mit der Schale. So bekommt die Marmelade diesen bittersüßen Geschmack. Deshalb am besten Saftorangen mit dünner Schale verwenden, sonst wird es zu bitter.

      Liebe Grüße!
      Stefanie

  2. Martina sagt:

    Liebe Stefanie,
    gestern abend habe ich mir die Marmelade zubereitet und heute morgen einen Löffel davon in mein Joghurt gerührt. Ich bin dahingeschmolzen. Sooo lecker! Pur allerdings ist sie ziemlich bitter.
    Kann man die Marmelade so haltbar machen, dass sie sich bis zum Sommer hält? Es gibt nichts Besseres, als ein kühles Organgenjoghurt im Sommer! Hast du da eine Idee?
    Liebe Grüße und schönes Wochenende
    Martina

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Martina,

      schön, dass Dir die Marmelade schmeckt! Ganz unten im Rezept habe ich einen Tipp geschrieben, wie Du die Marmelade (ungeöffnet) länger haltbar machen kannst.

      Einen lieben Gruß und hab ein schönes Wochenende!
      Deine Stefanie

  3. Fabienne sagt:

    Hallo Stefanie,
    Als Yoga-Fan und natürliche Ernährung und Leben Style Fan,lese gerne deinen Blog.
    Habe das Rezept nachgemacht aber die Marmelade war sehr sehr sauer. Ich habe dann nochmals Ahornsirup dazugefügt + Honig + Kokosblütenzucker + Zimt (wenn ich backe nehme ich immer weniger Zucker als vorgeschrieben !) und es zwar trotzdem noch zu sauer. Wir konnten es also nicht pur als Marmelade essen und haben es mit Joghurt gemischt : da war es OK. Wie du es schon gesagt hast, muss man Orangen mit dünner Schale nehmen und dass tat ich auch. Ich glaube also, dass man Orangen einer bestimmten Sorte verwenden muss und das ist das ganze Problem. Vielleicht könnte man es auch mich Vanille mildern ? Was könntest du mir noch darüber beraten ?
    Ich danke doch für dieses einfaches and originales Rezept.
    Viele Grüsse aus Frankreich
    Fabienne
    PS: entschuldige bitte meine Deutsch Fehler

    • Stefanie Reeb sagt:

      Chere Fabienne,

      vielen Dank für Deine Nachricht! Tut mir leid, dass die Marmelade sauer wurde. Ja, es kommt natürlich immer auf die Orangen an, die man bekommt. Im Idealfall sind sie recht süß und haben eine dünne Schale. Bei mir wurde es bisher nie zu sauer, aber wir bekommen hier auch immer recht süße, reife Orangen in der Saison. Um die Säure auszubalancieren fällt mir ehrlich gesagt auch nur ein, mehr Süße hinzuzufügen.

      Einen ganz lieben Gruß nach Frankreich!
      Deine Stefanie

  4. Martina sagt:

    Liebe Stefanie,
    deinen Tipp, die Marmelade haltbarer zu machen, hatte ich gelesen. Aber hält sie sich tatsächlich bis zum Sommer?? Nun habe ich mal eine Orange eingefroren und sie dann nach 2 Wochen zu Marmelade verarbeitet. Geht genauso gut wie mit einer frischen. Jetzt ist ein Fach meines Eisschrankes voll mit Orangen!! So halten sie sich garantiert bis zum Sommer! Diese Marmelade ist der Hammer! Und das Salatdressing auch!
    Ein schönes Wochenende und liebe Grüße
    Martina

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Martina,

      ich habe es ehrlich gesagt noch nicht ausprobiert, die Marmelade lange Zeit zu lagern (bisher habe ich sie nach 2 Monaten geöffnet und da war sie noch gut), ich denke aber, dass eigentlich nichts dagegen spricht, sie längere Zeit zu lagern, wenn das Glas sterilisiert wurde. Aber die Idee, die Orangen einzufrieren und sukzessive Marmelade daraus zu machen, finde ich auch super!

      Liebe Grüße
      Stefanie

  5. Steffi sagt:

    Liebe Stefanie,
    habe das Rezept erst jetzt ausprobiert. Die Marmelade schmeckt klasse, habe einiges an Schale weggeschnitten, damit es nicht zu bitter wird. Ist allerdings Recht flüssig geblieben. Ist das normal? Das Salatdressing ist auch sehr lecker!
    Viele herzliche Grüße von Steffi

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Steffi,

      freut mich sehr, dass Dir die Marmelade schmeckt! Bei mir wird sie eigentlich immer recht dickflüssig. Es kann sein, dass sie bei Dir flüssiger wurde, weil Du weniger Schale verwendet hast. Denn die Schale enthält den Ballaststoff Pektin, der die Marmelade bindet.

      Liebe Grüße!
      Stefanie

  6. Barbara sagt:

    Liebe Stefanie, das ist ja ein Dressing mit wow-Effekt, ganz große Begeisterung hier. Mit ackerfrischem Salat genossen: eine Wucht. Tausend Dank für immer wieder neue alte Schätze, die es hier zu bergen gibt.
    Euch wünsche ich von Herzen einen wunderbaren retreat, das wird bestimmt ganz toll und ich werde in Gedanken bei euch sein.
    Herzlichste Grüße aus dem heißen Berlin, deine Barbara

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