GERÖSTETER ROSENKOHLSALAT
Immunisierend und entzündungshemmend

Rosenkohl ist nichts für unerfahrene Gaumen. Sein bitterer Geschmack ist gewöhnungsbedürftig und Kinder machen gerne einen großen Bogen um ihn. Jahrelang (vielleicht auch jahrzehntelang) hat man ihn nicht auf meinem Teller gefunden, bis ich ihn eines Abends an Thanksgiving in Los Angeles gegessen habe. Er kam gerade frisch aus dem Ofen, zusammen mit ein paar Äpfeln, Kartoffeln und Karotten und schmeckte einfach wunderbar. Ab da war der Bann gebrochen und der kleine Rosenkohl nahm Einzug in meine Küche. Allerdings muss er für mich immer eine Runde durch den Ofen drehen, weil ich ihn in gerösteter Form schlicht am besten finde. Und noch heute kombiniere ich ihn gern mit etwas Süßem, wie mit Äpfeln oder Granatapfelkernen, da er so weniger bitter schmeckt. Die kleinen Knollen haben es übrigens echt in sich: Sie aktivieren das Immunsystem, indem sie das Darmmilieu verbessern und die Bildung von Abwehrzellen stimulieren. Der in ihnen enthaltene Schutzstoff Sulphoraphan wirkt stark entzündungshemmend und kann sogar Krebszellen vernichten. Und auch auf den Hormonhaushalt hat Rosenkohl eine regulierende Wirkung und hilft bei hormonellen Beschwerden wie dem Prämenstruellen Syndrom oder bei krankhaften Veränderungen der Prostata bei Männern. 

 

In meinem Salat der Woche kombiniere ich den gerösteten Rosenkohl mit nussigem Buchweizen, der die Leber pflegt, bei der Entgiftung unterstützt und hochwertiges Pflanzeneiweiß liefert. Und dann noch mit meiner Lieblingsfrucht des Winters: Granatapfel, der antiviral wirkt und seit Jahrtausenden als Heilmittel bei Gelenkentzündungen, erhöhtem Blutdruck und bei Pilzinfektionen eingesetzt wird. 

 

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Gerösteter Rosenkohlsalat für 3–4 Personen:

 

  • 300 g Rosenkohl
  • 200 g Äpfel
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 1 EL Olivenöl
  • 1/2 EL Ahornsirup
  • Salz
  • 200 g Buchweizen
  • 400 ml Wasser
  • 1/2 Granatapfel
  • 3 EL gehackte Minze

 

Für das Dressing:

  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL geröstetes Sesamöl
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 TL fein geriebener frischer Ingwer
  • 1/2 TL Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

 

Den Backofen auf 180 °C vorheizen.

 

Den Rosenkohl waschen, Strunk abschneiden und in Hälften schneiden. Die Äpfel waschen, das Kerngehäuse entfernen und mitsamt Schale in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und klein würfeln. Rosenkohl, Äpfel und Zwiebel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und mit Olivenöl, Ahornsirup und 1/2 TL Salz vermischen. 20 Minuten backen. 

 

Buchweizen, Wasser und 1/3 TL Salz in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren und den Buchweizen ca. 8 Minuten „al dente“ kochen. In ein Sieb geben und mit warmem Wasser abspülen. Beiseitestellen.

 

Den Granatapfel über eine Schüssel halten und die Kerne mithilfe eines Kochlöffels herausschlagen. Die Kerne beiseitestellen. 

 

Alle Zutaten für das Dressing glatt vermischen. 

 

Buchweizen, Ofengemüse und Dressing miteinander vermischen. 2/3 der Minze untermischen. Mit der restlichen Minze und Granatapfelkernen bestreut servieren. 

 

Zeitaufwand:
ca. 35 Minuten

 

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3. Dezember 2016

14 Kommentare zu “GERÖSTETER ROSENKOHLSALAT

  1. aneka sagt:

    Ups – da ist dir einmal Blumenkohl statt Rosenkohl reingerutscht 😉

    Werde ich nächste Woche ausprobieren, habe Rosenkohl auch erst vor kurzem für uns entdeckt, ebenfalls nicht gekocht, sondern mit Zwiebeln angebraten…. mmhhh

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Aneka,

      stimmt! Das hatte ich schon befürchtet (die Wortverwechslung). Hab ich gleich korrigiert, danke!

      Einen lieben Gruß und hab noch ein schönes Wochenende!
      Deine Stefanie

  2. Christina sagt:

    Liebe Stefanie,

    der Salat hört sich himmlisch an. Wandert direkt auf meine Liste zum ausprobieren. Übrigens ist dein Buch Süß und gesund Weihnachten ganz toll geworden. Wunderschöne Bilder, wundervolle Rezepte. Bin sehr begeisterte.

    Liebe Grüße Christina

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Christina,

      vielen Dank für Deine liebe Rückmeldung zum Weihnachts-Backbuch! Darüber freue ich mich sehr!

      Ganz liebe Grüße an Dich und viel Spaß beim Ausprobieren des neuen Rezepts!
      Deine Stefanie

  3. Dagmar sagt:

    Liebe Stefanie,
    Ich liebe Rosenkohl!!!
    Das Rezept wird garantiert ausprobiert.
    Danke für deine tollen Rezeptbücher! Habe auch schon dein im Frühjahr erscheinendes Buch vorbestellt.
    Liebe Grüße
    Und eine wundervolle Adventszeit
    Von Herzen
    Dagmar 🙂

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Dagmar,

      da bin ich gespannt, wie Dir das Rezept gefällt! Vielen Dank für Deine liebe Rückmeldung, und wie schön, dass Du unser nächstes Buch schon vorbestellt hast! Ich freue mich schon riesig auf den Erscheinungstermin. Momentan liegt es fertig auf meinem Computer und geht bald in Druck ;–)

      Herzliche Grüße an Dich und hab eine schöne Adventszeit!
      Deine Stefanie

  4. Nicole sagt:

    Hallo Stefanie,

    ich habe gestern dein Weihnachtsbackbuch gekauft. Gefällt mir echt gut und werde die Tage auch gleich mal loslegen mit Nachbacken…..freu mich so drauf.

    Hätte eine Frage….du benutzt in manchen Rezepten Birkenzucker…..welchen benutzt Du, welche Marke und wo kauft Du den??

    Vielen lieben Dank für deine Antwort. Grüssle Nicole

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Nicole,

      zu Deiner Frage nach dem Birkenzucker: ich habe bisher ganz unterschiedliche Marken gekauft, allerdings meistens im Ausland, da ich viel in Spanien bin. Aber mir wurde der „Xucker Premium“ empfohlen, den Du zum Beispiel bei „dm“ bekommst (oder online bei Amazon) und der wirklich aus Birkenrinde hergestellt wird und nicht so wie manche Xylitsorten aus Mais.

      Liebe Grüße
      Stefanie

  5. Kathrin Mars sagt:

    Liebe Stefanie,
    den Rosenkohlsalat werde ich gleich in den nächsten Tagen machen.
    Hört sich so lecker an!
    Der Buchweizen ist doch sogar glutenfrei, oder?

    Ganz liebe Grüße und vielen Dank für die tollen Rezepte
    Kathrin

  6. Christine sagt:

    Liebe Stefanie,
    bei uns gab es früher im Winter fast jede Woche Rosenkohl. Irgendwann konnte ich das Wort „Rosenkohl“ schon nicht mehr ertragen. Viele Jahre später entdeckte ich ein Rezept, wie Italiener den Rosenkohl machen, nämlich anbraten, mit Balsamico ablöschen, dazu Parmesan Späne. Heute kann ich Rosenkohl wieder essen, ich liebe ihn, allerdings nur in Bio-Qualität. Ich finde die Geschmacksunterschiede wirklich erstaunlich. Deinen Rezeptvorschlag werde ich garantiert umsetzen. Ich liebe ebenfalls Granatapfel und esse ihn zu allen möglichen Gelegenheiten.

  7. Christine Reinhard sagt:

    Liebe Stefanie,
    herzlichen Dank für das tolle Rezept, hat wirklich toll geschmeckt diese Kombination von Aromen. Habe statt Buchweizen Kartoffeln in Würfeln mit aufs Backblech gegeben und Walnüsse statt Granatapfelkernen genommen. Dazu gab es noch etwas Seitan gebraten.Mach weiter so!

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Christine,

      super Idee, Deine Variante! Mit knusprigen Kartoffelwürfeln kann ich mir das Rezept sehr gut vorstellen!

      Einen lieben Gruß
      Stefanie

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