Gemüsepaella
Und meine Liebe zur Veggie-Küche

Manchmal ist es gut, etwas zu vermissen, um zu merken, wie viel es einem bedeutet. So geschehen vor einer Woche in Nordspanien, wo Thomas und ich einen Roadtrip machten. Wir hatten uns sehr auf die Meeresfrüchte gefreut, für die die Region bekannt ist und die auch wirklich gut sind – bis auf die, die wir in der kleinen Bude direkt am Strand gegessen haben, die hätten wir nicht essen sollen, wirklich nicht. Als wir dann unsere Lebensmittelvergiftung auskuriert hatten und noch etwas geschwächt auf dem Hotelbett lagen, da vermisste ich es so sehr: mein Gemüse. Und gleichzeitig schwor ich mir, nicht so schnell wieder für längere Zeit im Hotel zu wohnen, wo wir nicht selber kochen können. Denn je nachdem, wo man gerade ist, ist es mit der Gemüseküche nicht so weit her. Dabei finde ich nichts aufregender, als wenn ein Koch gut mit Gemüse umgehen kann. So gut, dass selbst der größte Fleischesser nichts vermisst oder es noch nicht mal bemerkt, dass er gerade vegetarisch isst. Ich mag eigentlich die Ausdrücke vegetarisch und vegan nicht besonders. Im Restaurant habe ich immer den Verdacht, dass die extra angepriesenen „vegetarischen Gerichte“ nicht so gut sind wie die „normalen“. Ich mag es, einfach gut zu kochen und dann ist es auch noch vegan oder vegetarisch, wenn man’s genau wissen will. Für viele von uns ist es ja mittlerweile völlig selbstverständlich, zum größten Teil vegetarisch zu essen. Aber überleg mal, wie jung diese Bewegung noch ist! Selbst der Großteil der Restaurants glaubt noch, dass Fisch oder Fleisch den Mittelpunkt des Tellers ausmachen sollten, und dass Gemüse die Beilage ist. 

 

 

Ich kann mich noch gut erinnern, wie meine Mutter in den 80er Jahren anfing, „gesund“ und mit viel Gemüse zu kochen. Ich kann nicht sagen, ob es wirklich komisch schmeckte oder wir nur dachten, dass es komisch schmecken müsste. Jedenfalls war die Familie eher kritisch und zögerlich und umso erfreuter, wenn sie dann wieder „normal“ kochte. Meine Großmütter kochten gut, allerdings recht fokussiert auf den Geschmack des Hausherrn und der sagte: Fleisch! Das lässt mich darüber nachdenken, wie sehr sich unser Leben generell vom Leben unserer Großeltern unterscheidet. Ich bin zum Beispiel erst die zweite Generation an Frauen in meiner Familie, die berufstätig ist. Vielleicht verrenne ich mich jetzt in eine These, aber ich glaube, dass der liebevollere Umgang mit Gemüse was mit der Emanzipation zu tun hat. Die meisten Frauen, die ich kenne, essen Gemüse noch ein bisschen lieber als ihre Männer. Und naja, seitdem die Frauen ihre BHs verbrannt (und dann gegen PushUps ausgetauscht) haben, und mit Liebhabern und Ehemännern anstatt mit Hausherren zusammen leben, und alle mehr oder weniger kochen, was sie wollen, gibts eben auch mehr Gemüse auf dem Tisch. Die italienische Küche, die ganz unter dem Einfluss der „mamma“ steht, machts schließlich vor: da gehört superleckeres Gemüse schon seit Jahrhunderten ganz selbstverständlich dazu und benötigt kein Label und keine Kennzeichnung, sondern nur eine ordentliche Portion Herz und Genussfreude. Und genau so sollte Gemüseküche sein!

 

 

Wenn ich Paella auf der Speisekarte sehe, dann weiß ich, was ich bestellen werde, denn ich liebe einfach den saftigen Reis und ihr gut durchgezogenes Aroma. Es hat viele Jahre gedauert, bis ich mich zum ersten Mal selbst an ein Paellarezept gewagt habe. Denn traditionellerweise sollte sie auf einem Gasherd mit erweitertem Gasflammenring zubereitet werden, und das alles noch in einer speziellen Paellapfanne, die dann zum Durchziehen in den Backofen gestellt wird. Die ganze Zubereitung schreit förmlich: aufwändig!!! Dabei kann man Paella auch einfacher zubereiten und sie schmeckt ebenso gut. Ich benutze dafür eine normale, beschichtete Pfanne mit passendem Deckel, meinen Elektroherd und lasse die Zubereitung im Backofen gleich ganz weg. Allerdings kann man auf diese Art keine großen Gruppen verköstigen, denn der Reis sollte in der Pfanne nicht zu hoch aufgeschichtet werden. Mit Gemüse schmeckt mir die Paella ganz besonders gut. Wenn möglich besorge Dir dafür geräuchertes Paprikapulver (Infos dazu siehe im Rezept), da es der Paella einen angenehm tiefen Geschmack verleiht.

 

Und nun meine Frage an Dich: wann und wie hast Du Gemüse lieben gelernt? Wann hast Du es besonders vermisst und wann (und wo) hat es Dir ganz ausgezeichnet geschmeckt? Lass es mich wissen und hinterlasse unten einen Kommentar!

 

 

Gemüsepaella

 

Für 2 Personen*:

  • 2 EL Olivenöl
  • 1 mittelgroße Zwiebel, geschält und fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, geschält und fein gehackt
  • 1 rote Paprika, Strunk entfernt, entkernt und in dünne Streifen geschnitten
  • 1/2 Aubergine, klein gewürfelt
  • 1 Messerspitze od. 1 Briefchen gemahlener Safran
  • 1/3 TL geräuchertes, süßes Paprikapulver** (alternativ: 1 TL Paprika edelsüß)
  • 1 TL Salz
  • Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 160 g Rundkornreis, Vollkorn
  • 100 ml Weißwein (alternativ: 1 EL Balsamico)
  • 2 mittelgroße Tomaten, Strunk entfernt und klein gewürfelt
  • 60 g schwarze, entkernte Oliven, in Hälften geschnitten
  • 400 ml kochendes Wasser
  • 70 g Tiefkühlerbsen

 

*wenn Du das Gericht für 4 Personen zubereiten möchtest, solltest Du am besten mit zwei Pfannen arbeiten.

**auch „Pimentón de la Vera dulce“ genannt. Ich bin sehr begeistert von diesem Gewürz und kann die Anschaffung nur empfehlen. Die Bio-Firma „Sonnentor“ führt geräuchertes Paprikapulver (in gut sortierten Bioläden), sonst kann man es auch im Internet bestellen. 

 

Olivenöl in einer großen Pfanne mit passendem Deckel erhitzen und gehackte Zwiebel und Knoblauch unter Rühren 1 Minute andünsten. Paprikastreifen und gewürfelte Aubergine hinzufügen und unter Rühren ca. 6 Minuten anbraten (das Gemüse sollte bräunen, aber nicht anbrennen, gegebenenfalls die Hitze etwas reduzieren). 

 

Gemahlenen Safran, geräuchertes Paprikapulver, Salz und Rundkornreis in die Pfanne hinzufügen und 2 Minuten unter Rühren anbraten. Mit Weißwein ablöschen. Den Wein verdampfen lassen. Die gewürfelten Tomaten, Oliven und das kochende Wasser hinzufügen. Bei mittlerer Hitze und bei geschlossenem Deckel 25 Minuten leise köcheln lassen. Zwischendurch kontrollieren, dass nichts anbrennt, aber möglichst nicht umrühren, da die Konsistenz des Reis sonst zu matschig wird. 

 

Nach 25 Minuten sollte der Reis gar aber noch leicht bissfest sein. Die gefrorenen Erbsen hinzufügen, auf der Paella verteilen (nicht unterrühren) und bei geschlossenem Deckel und niedriger Hitze weitere 5 Minuten garen lassen. Dann direkt servieren. Wer mag bietet noch Zitronenschnitze dazu an. 

 

Zeitaufwand: 
ca. 1 Stunde

 

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7. September 2018

16 Kommentare zu “Gemüsepaella

  1. Peggy sagt:

    Liebe Stefanie, vielen Dank für deinen tollen Beitrag und das Rezept. Ich hoffe euch Zwei geht es wieder gut!
    Meine Vorliebe für viel Gemüsevielfalt habe ich bereits als Kind entwickelt. Leider war das nicht so leicht umsetzbar, da ich in der DDR auf dem Land großgeworden bin und meine Eltern ein Abneigung gegen viele leckere Gemüsesorten haben. Zu kaufen gab es so gut wie kein frisches Gemüse und Obst. Das hat man selbst angebaut und für den Winter haltbar gemacht. Das führte dazu, dass es im späten Winter eher knapp war. Deshalb genieße ich die Vielfalt und die Eigenverantwortung die ich jetzt habe umso mehr! Auch mir fällt erst unterwegs auf, wie viel Gemüse wir täglich essen, wenn ich es dann schmerzlich vermisse. Danke für die tollen Rezeptideen jede Woche! Sehr lecker! Und deine schönen Texte und Thomas wunderbare Bilder sind das Tüpfelchen auf dem I ;-)) Alles Liebe Peggy

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Peggy,

      interessant, was Du über Deine Kindheit in der DDR schreibst, und dass es kaum frisches Obst und Gemüse zu kaufen gab. Du sagst es, die Vielfalt und Eigenverantwortung für seine Ernährung kann man erst so richtig wertschätzen, wenn man es auch mal anders erlebt hat!

      Einen lieben Gruß an Dich und vielen Dank auch für Deine liebe Rückmeldung zu unseren Rezepten und Bildern! Darüber freue ich mich sehr!
      Deine Stefanie

  2. Barbara sagt:

    Wundervoll!!! Hier herrscht gerade große Lust auf Reis-Gemüse GErichte. Und ich LIEBE Paella, perfekt, tausend Dank, liebe Stefanie.
    Kurz noch in den Bioladen geflitzt (in der Hoffnung, sie haben Pimenton della Vera dulce…). Bin schon jetzt absolut begeistert, deine Barbara
    PS: ich hoffe, ihr hattest schöne und auch erholsame Urlaubstage!

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Barbara,

      ach schön, dann hoffe ich, dass Dir das Paella-Rezept gut schmecken wird!

      Einen lieben Gruß und einen schönen Sonntag!
      Stefanie

  3. Barbara sagt:

    Ah, da ich seit Kindertagen vegetarisch bin und seit Jahren vegan steht Gemüse bei meiner Frau und mir sowieso im Mittelpunkt. Und Italien ist wirklich ein großartiger Ort, Gemüse lieben zu lernen. Die habens echt drauf… Und auch ich reise am Liebsten so, dass wir selbst kochen können.
    Schöner Text, kann ich nur zustimmen!

    • Barbara sagt:

      So, jetzt muss ich mal ein Geständnis machen (egal, was ich oben positives über Gemüse geschrieben habe;): ich weiß echt nicht, was gerade mit mir los ist, aber ich kriege zurzeit kaum Gemüse runter…. Ich könnte mich gerade von Soba-Nudeln mit deiner Cashew-Sahne ernähren, Erbsen kann ich meist untermogeln, ohne dass ich revoltiere… (habe gerade einige heftige gesundheitliche Probleme, vielleicht hängt meine schräge Ernährungsvorliebe auch damit zusammen?).
      Und dann kam deine Paella: ich liebe sie und habe artig die Hälfte verputzt und will sie ganz bald wieder machen. Und ich hoffe, diese befremdliche „Pudding-Zeit“ (genau, die pot au creme gehen nämlich auch ganz gut;) ist iwann auch wieder vorüber….

      • Barbara sagt:

        Ps: und wg eures Meeresfrüchte Erlebnis habt ihr mein vollstes Mitgefühl, echt mies, so etwas. Und dann in eurem wohlverdientem Urlaub… Ich hoffe, ihr konntet noch einige unbeschwerte Tage verbringen

      • Stefanie Reeb sagt:

        Liebe Barbara,

        ja, solche Zeiten gibt es eben auch mal und letztlich weiß man nicht, was der Körper damit bezweckt, aber ich glaube daran, dass man ihm da einfach vertrauen sollte, wenn man auch sonst ein gutes Gefühl für sich hat. Ich denke sogar, je uneingeschränkter man seinem Bedürfnis folgt, ohne sich dafür zu kritisieren, desto schneller geht so eine Phase auch wieder vorbei und man „normalisiert“ sich wieder.

        Einen lieben Gruß und alles alles Gute für Deine Gesundheit!
        Stefanie

  4. Nicole Schröder sagt:

    Hallo liebe Stefanie!
    Was ein schöner Bericht, hoffentlich war der Urlaub trotzdem noch schön…
    Gemüse hab ich so richtig lieben gelernt,
    seit ich auf Gluten und Milchprodukte verzichte,
    wenn wir kurz mal Urlaub machen, dann fehlt mir das Gemüse sehr schnell.
    Leider überfordert mich manchmal im Alltag dieses spezielle Essen,
    ich habe zwar immer viel Gemüse im Haus,
    aber ein Brot mit Käse wäre so einfach und schnell gemacht …
    Zum Glück gibt es deine tollen Kochbücher und E-Mail‘s dir mir dann die fehlende Idee geben,
    vielen lieben Dank dafür.
    Mit ganz liebe Grüße Nicole

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Nicole,

      vielen Dank für Deine liebe Rückmeldung! Was Du ansprichst, kann ich total gut verstehen: manchmal wäre es wirklich einfacher, sich schnell ein Brot mit Käse zu machen. Mein Mann Thomas kann davon auch ein Lied singen, weil er auch überhaupt kein Gluten verträgt und auch sonst so einiges nicht. Wir versuchen immer, ein paar Basics wie zum Beispiel bereits gekochte Kartoffeln oder gekochten Quinoa im Kühlschrank haben, so dass wir auch mal spontan etwas zubereiten können, wenn der Hunger kommt.

      Einen lieben Gruß!
      Stefanie

  5. Kerstin Stamm sagt:

    Guten Morgen

    Wie schön von Euch zu hören! Ich habe Deinen Post die letzten zwei Wochen sehr vermisst!

    Ein Gericht „nur“ mit Gemüse ist bei vielen immer noch kein richtiges Essen, so empfinde ich es! Selbst bei unseren Kindern ist das so und die müssen sich jetzt schon sehr lange damit auseinander setzen, dass ganz oft eben nur Gemüse auf dem Teller ist.

    Ich vermisse Gemüsegerichte immer dann, wenn wir essen gehen. Gerade jetzt nach der Urlaubszeit, in der wir es dann schon mal genossen haben nicht zu kochen, sondern uns bekochen zu lassen.

    Wir waren im Norden von Europa und gerade im Küstenbereich gehört es anscheinend zum guten Ton, dass Fleisch oder Fisch auf den Teller gehört. In preisgünstigeren Restaurant sowieso, die wir aber oft meiden, da Alexander dann immer leiden muss, weil ich nichts esse – und das geht für ihn überhaupt nicht. Selbst wenn ich großen Hunger habe, bin ich satt, wenn ich nur Fleischgerichte vorfinde und brauche in dem Moment nichts mehr.
    Aber zu meinem Entsetzen waren auch auf den „besseren“ Speisekarten die Auswahl der Gericht sehr eingeschränkt, vom Geschmack darf man den zwischenzeitlich auch nicht viel erwarten – Gemüse auf den Punkt und mit Geschmack ist anscheinend viel schwerer, als schmackhaftes Fleisch auf den Punkt! (Schau Dir Shows von Sterneköchen an, was da gekocht wird -> Fleisch!!!)

    Ich habe oft den Eindruck, dass das noch Nachwehen sind, aus Zeiten, in denen es den Menschen noch nicht so gut ging, wie es Ihnen heute geht… und in denen es noch keine Nahrungsmittelproduktion gab, sondern in denen Lebensmittel noch mühselig und natürlich angebaut und gepflegt werden mussten.
    Gutes Fleisch ist und war schon immer teuer. Ebenso wie guter Fisch. Also nix 1,99 im Supermarkt für 500 g! Gemüse hatte jeder in seinem Garten, zumindest die einfachen Leute… und somit ist das ein Armeleute-Essen! Wer Geld hat kann sich Fleisch leisten!

    So nach dem Motto: „…seht her ich habe viel Geld, den ich esse jeden Tag Fleisch…“
    Ha, denkste, heutzutage nicht mehr – heute isst Du das, was früher nur das niedere Volk bekommen hätte, oder die Schweine – der wohlhabende Herr hätte das nicht gegessen.

    Aber das ist in den Köpfen drin, regelrecht eingemeißelt, schon durch die Werbung, die in den Fernsehern lief, die sich dann die Wohlhabenderen leisten konnten. Schau Dir mal Werbung aus den 50er und 60er Jahren an. Da rollen sich Dir die Fußnägel auf! Unglaublich!

    Leider ist mittlerweile das Gemüse im Supermarkt fast teurer, als das Fleisch (verkehrte Welt), so dass jetzt der Effekt einsetzt, dass sich eben nicht mehr jeder ein leckeres Gemüsegericht leisten kann.
    Ich jedenfalls brauche mehr Geld um unsere Familie mit gutem Bio-Gemüse satt zu bekommen, als wenn ich dies mit mehr Fleisch machen würde (Supermarktqualität wohlgemerkt)! Und so beobachte ich es auch in meiner direkten Nachbarschaft, in denen es Familien gibt, die zum Teil sehr aufs Geld achten müssen. Die kaufen keine Bioware, oder nur sehr eingeschränkt und Fleisch immer in Supermarktqualität… und da gibt es oft Fleisch, weil das eben günstiger ist.
    Selbst in Restaurants zahlst Du oft für ein schönes Gemüsegericht mehr, als für ein 08/15 Fleischgericht (Schnitzel mit Pommes – aber die meisten wollen genau das)

    …und ein Körper der viel Fleisch gewohnt ist, wir auch erst mal mit dem Grünzeug nicht richtig satt und der Geist darin ist völlig unzufrieden und empört, dass er so einen Fraß / so ein Armeleute-Essen vorgesetzt bekommen hat.

    Wir haben in unserem erweiterten Familienkreis genau das festgestellt…. und leider auch, dass Du, wenn Du essen gehst, große Abstriche von Deinen Gewohnheiten machen musst, oder viel Geld ausgeben musst und dann noch weit fahren musst. (Wir wohnen nun mal nicht in einer Großstadt)

    Liebe Grüße
    Kerstin

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Kerstin,

      vielen Dank für Deine Gedanken und Erfahrungen zum Thema Gemüseküche! Du hast recht, auf den Siegeszug von Gemüse in der Gastronomie müssen wir anscheinend noch ein paar Jahre (hoffentlich nicht Jahrzehnte) warten. Wenn ich Kochsendungen im Fernsehen sehe, muss ich oft lachen, wenn die „Spitzenköche“ etwas veganes kochen müssen und dann ganz entsetzt reagieren. Noch lustiger sind übrigens die Reaktionen, wenn sie ohne weißen Zucker kochen oder backen sollen ;–).

      Und ja, leider ist es wirklich so, dass Supermarkt-Fleisch einfach viel zu billig ist. Und dass Gemüse und Obst in der entsprechenden Qualität natürlich teurer wird. Einen finanziellen Grund gibt es also für die Leute nicht, etwas an ihrem Verhalten zu ändern. Letztlich hilft es da nur, dass wir unseren eigenen Weg gehen, viel selbst kochen und – vielleicht – andere durch die Art, wie wir leben, inspirieren.

      Einen lieben Gruß!
      Deine Stefanie

  6. Julia sagt:

    Liebe Stefanie, da ich keine Milchprodukte und kein Gluten vertrage und seit einer halben Ewigkeit kein Fleisch mehr esse, ist Gemüse mein Mittelpunkt beim Essen. Allerdings merke ich immer mal wieder leichte Mangelerscheinungen wie Beinkribbeln, die weggehen, wenn ich B-Vitamine, Magnesium, Vit. d und Kalzium als Nahrungsergänzungsmittel nehme. Ich frage mich aktuell, ob es überhaupt möglich ist, alle Nährstoffe abzudecken mit pflanzlicher Nahrung. Auf Eier und Fisch mag ich allerdings nicht verzichten. Letzteres auch wegen der Jodversorgung. Wie stehst du zum umstrittenen Thema Jod? Viele Grüße, Julia
    PS: Das Erlebnis mit den Meeresfrüchten ist natürlich furchtbar. Ihr Armen!

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Julia,

      das Thema Jod ist tatsächlich ziemlich umstritten und das teils auch aus gutem Grund. Denn wenn man zum Beispiel bei ungeklärtem Jodstatus ständig Jod als Nahrungsergänzung zuführt, kann es zu Erkrankungen der Schilddrüse kommen. Deshalb wäre es am besten, bei Verdacht auf Jodmangel diesen wirklich beim Arzt durch einen Urintest abzuchecken. Und wenn tatsächlich ein Mangel vorliegt, diesen auf natürliche Art zu decken, zum Beispiel durch Algenprodukte in Bioqualität (am besten solche, die nicht im Meer, sondern in Salzwasserbecken angebaut werden und so keine Schwermetallbelastungen haben). Oder natürlich auch durch Eier und Fisch, wenn man das mag. Aber auch Feldsalat, Champignons, Brokkoli oder Spinat sind gute Jodlieferanten.

      Einen lieben Gruß!
      Stefanie

  7. Angela sagt:

    Ich liebe Gemüse in allen Varianten und esse im Restaurant manchmal nur die Beilagen (lebe in Italien da muß man Beilagen immer extra bestellen) zum Leidwesen meines Mannes, der meint man könne dann auch zu Hause bleiben, wenn man nur Gemüse essen will. Dafür braucht man nicht ins Restaurant zu gehen. So ist das halt. Während mir es nachher gut geht, jammert er wegen Bauchschmerzen….. So muß jeder selbst entscheiden was ihm wichtig ist…. Ich komme halt mit Gemüse Gerichten besser klar.

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Angela,

      so gutes Gemüse wie in italienischen Restaurants ist aber auch was tolles! Das würde ich auch immer bestellen.

      Liebe Grüße nach Italien!
      Stefanie

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